Austria vor Heim-Doppel gegen Admira gewarnt

31. März 2017, 16:23
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Südstädter 2017 noch unbesiegt – Austria-Coach Fink will nach 0:5 in Salzburg Wiedergutmachung

Wien – Die Austria will nach der herb ausgefallenen Niederlage in Salzburg gegen den südlichen Nachbarn auf die Erfolgsspur zurückfinden. In Meisterschaft und ÖFB-Cup geht es binnen vier Tagen zweimal zu Hause gegen die Admira. Zwar gelten die Südstädter bei den Violetten als gern gesehen, vor dem Liga-Duell am Samstag (18.30 Uhr) war der Respekt der Austrianer aber groß.

Als einzige Mannschaft neben Meister Salzburg ist die Admira im Frühjahr noch ungeschlagen. Unter Trainer Damir Buric gelangen in sechs Spielen zwei Siege und vier Unentschieden, darunter ein 1:1 gegen Salzburg. "Wir haben eine schwere Woche vor uns. Aber wir müssen uns nicht schonen, werden Vollgas geben", sagte Veilchen-Trainer Thorsten Fink.

Veilchen als Jäger und Gejagte

Der Deutsche kann bis auf den Langzeitverletzten Robert Almer auf alle Stammkräfte zählen. Das 0:5 in Wals-Siezenheim vor der Länderspielpause will man beim Tabellendritten aufgearbeitet wissen. "Wir haben zuvor hervorragende Spiele gemacht. Und auch wenn es blöd klingt: Wir können auch nach dem 0:5 positive Dinge mitnehmen", betonte Fink.

Zwei Punkte beträgt der Rückstand der Wiener auf den Zweiten Altach. Da die Vorarlberger erst am Sonntag zu Hause gegen Salzburg im Einsatz sind, erhofft man im violetten Lager einen Sprung nach vorne. "Aber dafür müssen wir erst einmal unsere Hausaufgaben machen", meinte Fink. Immerhin sitzt der Austria auch Sturm Graz im Nacken.

Die interne Marschroute der Austria sieht vor, in Liga und Cup auf Kurs Richtung Europacup zu bleiben. Am Mittwoch geht es im Viertelfinale erneut gegen die Admira. Von einem Erfolg in der Meisterschaft erhoffte sich Fink "psychologische Vorteile". In punkto Kräfteeinteilung könnten die Austrianer einen Vorteil haben: "Wir kennen englische Wochen aus der Europa League, da gibt es keine Ausreden", betonte Mittelfeldmann Tarkan Serbest.

Buric will "Machtplan durchziehen"

Die Admira bangte vor der Partie um die Fitness der angeschlagenen Markus Wostry und Maximilian Sax. Srdjan Spiridonovic fällt wegen einer Adduktorenzerrung ebenso wie Toni Vastic (Magen-Darm-Virus) aus. Mit Christoph Monschein hat die Admira aber einen Akteur an Bord, der beim 0:2 Anfang Dezember verletzungsbedingt fehlte. Der Stürmer steht bei der Austria hoch im Kurs. "Ein interessanter Spieler aus Österreich, der viele Tore macht. Es wäre nicht gut, wenn wir uns nicht mit ihm beschäftigen würden", sagte Fink.

Damir Buric erwartete ein taktisch geprägtes Spiel. "Wir haben einen klaren Plan", bekräftigte der Kroate. Unter seinem Kommando holte die Admira zwei 1:0-Siege, spielte dreimal 1:1 und einmal 0:0. Aus einer gesicherten Defensive Nadelstiche setzen lautet das Motto des Tabellenfünften. "Die Austria will nach der Niederlage in Salzburg bestimmt zeigen, dass das ein Ausrutscher war. Für uns ergibt sich die Gelegenheit, gegen einen starken Gegner unseren Matchplan durchzuziehen", erklärte Buric.

Vor dem Anpfiff im Happel-Stadion wird mit einer Trauerminute Ernst Ogris' gedacht. Der ehemalige Austria- und Admira-Profi starb Donnerstag mit nur 49 Jahren an den Folgen einer schweren Virusinfektion. (APA, 31.3.2017)

Mögliche Aufstellungen:

FK Austria Wien – FC Flyeralarm Admira (18.30 Uhr, Wien, Ernst-Happel-Stadion, SR Jäger). Bisherige Saisonergebnisse: 1:2 (h), 2:0 (a).

Austria: Hadzikic – Larsen, Rotpuller, Filipovic, Martschinko – Serbest, Holzhauser – Venuto, Grünwald, Pires – Kayode

Ersatz: Pentz – Salamon, Mohammed, Prokop, Tajouri, Friesenbichler, Kvasina

Es fehlen: Almer (Kreuz-, Seitenbandriss, Meniskus), De Paula (Adduktoren), Borkovic (Muskelbündelriss Oberschenkel)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Ebner – Lackner, D. Toth – Bajrami, Knasmüllner, Starkl – Monschein

Ersatz: Kuttin – Maranda, Posch, Pavic, Grozurek, Sax, Schmidt

Es fehlen: Spiridonovic (Adduktorenzerrung), Vastic (Magen-Darm-Virus), Wessely (Weisheitszahn), Fischerauer (Kreuzbandriss), Ayyildiz (Leistenbruch), Cabrera (Adduktoren)

Fraglich: Wostry (Achillessehne), Sax (Sprunggelenk)

  • Im Herbst verließ die Admira das Happel-Stadion mit drei Punkten im Gepäck.
    apa/herbert neubauer

    Im Herbst verließ die Admira das Happel-Stadion mit drei Punkten im Gepäck.

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