Crowdfunding-Initiative für Comeback des Wiener Sport-Clubs

1. April 2017, 10:30
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Um die Rückführung des Sportklubs in den Sport-Club zu ermöglichen, werden finanzielle Mittel zur Tilgung der Altlasten benötigt

Wien-Dornbach – Dem Wiener Sportklub stehen spannende Wochen bevor. Zum einen aus sportlicher Sicht, weil die Dornbacher als Tabellenzwölfter der Regionalliga Ost auch heuer wieder gegen das Abstiegsgespenst ankämpfen, zum anderen aber auch, weil die für Sommer angestrebte Rückführung des WSK in den WSC nun endlich unter Dach und Fach gebracht werden soll.

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Dazu braucht es aber neben der prinzipiellen Bereitschaft, die von beiden Seiten bereits im Winter zugesichert wurde, auch finanzielle Mittel, damit die offenen Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 300.000 Euro getilgt werden können. Aus diesem Grund wurde von Anhängern beider Lager am 25. März eine Crowdfunding-Kampagne unter dem Motto "onewienersportclub" gestartet, mit der man "Fans auf der ganzen Welt erreichen" will, wie Marcel Ludwig, einer der Gründer der Initiative und Pressesprecher des WSK, erklärt.

onewienersportclub

Mittels "Dreisäulenmodell" wollen die Schwarz-Weißen die Finanzaltlast abbauen und so die Bedingung für die Zusammenführung erfüllen. Ein Drittel des Betrags will vorerst WSK-Präsident Manfred Tromayer selbst aufbringen und mit Einnahmen aus Testspielen im Sommer refinanzieren, ein Drittel soll durch die initiierte Crowdfunding-Kampagne eingehen und ein weiteres durch einen potenten Sponsor abgedeckt werden. Der Geldgeber will aber erst dann Scheine hinblättern, wenn das Fanprojekt entsprechenden Erfolg hat.

Klappt das Vorhaben, werden die Dornbacher ab der Saison 2017/18 wieder unter dem ursprünglichen Namen Wiener Sport-Club auflaufen. Um die Voraussetzung für die geplante Fusion zu erfüllen, musste die WSC-Abteilung in Sachen Fußball reaktiviert werden. In der 2. Klasse B schnüren Mitarbeiter und Fans des Sportklubs die Fußballschuhe und treten als Wiener Sport-Club an.

Mit dem Konkursverfahren gegen den WSC im Jahr 2001 wurde vom damaligen Vereinspräsidium der WSK ins Leben gerufen, um einer Pleite zu entgehen. Die Lizenz wurde vom WSC übernommen, der sich fortan auf Sektionen wie Radsport, Wasserball und Fechten konzentrierte, während der WSK in der Regionalliga Ost dem Fußballsport frönte.

Die Crowdfunding-Kampagne läuft bis 6. Mai, 60.000 Euro sollen so gesammelt werden. "Aber wir hoffen, dass mehr Geld zusammenkommt", so Ludwig. Anschließend soll in Mitgliederversammlungen beider Vereine die Fusion abgesegnet werden.

Damit man auch sportlich reüssieren kann, gilt es, in der Liga erfolgreicher als zuletzt zu sein. In vier Frühjahrsrunden konnte man nämlich lediglich drei Zähler ergattern. Nach einem 3:3 in Neusiedl, 1:1 gegen Ebreichsdorf und 1:2 in Mannsdorf folgte am Freitag ein 1:1 im Heimspiel gegen den Tabellenvierten FC Stadlau. (honz, 31.3.2017)

  • Die Friedhofstribüne harrt wie der Crowdfunding-Topf einer Befüllung.
    foto: standard/hirner

    Die Friedhofstribüne harrt wie der Crowdfunding-Topf einer Befüllung.

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