Paketversand: Drum prüfe, wer sich ewig bindet

2. April 2017, 12:00
21 Postings

Ein Vergleichsrechner soll Kunden durch den Tarifdschungel unterschiedlicher Paketdienste helfen

Wien – "Aufgegeben habe ich meine Pakete immer bei der Post, abgeholt hab ich andere wiederum in einem Hermesshop", sagt Gernot Singer. Der Wiener ist einer der Gründer von Paketcheck, einer Onlineplattform, die einen Kostenvergleich unterschiedlicher Paketdienstleister anbietet. Quasi aus dem Motiv des Eigenbedarfs heraus ("Da gibt es noch andere Anbieter") entwickelten er und sein Kompagnon Harald Kovacs einen Tarifrechner, der unter den Angeboten von DHL, DPD, Hermes und der Österreichischen Post den günstigsten Preis ermittelt. Seit Oktober als einzige Plattform auf dem heimischen Markt tätig, werden mittlerweile nicht nur Versandkosten aus und nach Österreich erhoben, sondern auch die von Österreich nach Deutschland.

Bis zu 35 Prozent Ersparnis beim nationalen Paketversand seien möglich, so Singer. In Deutschland sind die Unterschiede mit bis zu 60 Prozent Kostenersparnis noch gravierender.

Gewicht versus Größe versus Gewicht

Denn nicht immer kommt es auf die Größe an. "Bei den unterschiedlichen Tarifstrukturen der Versanddienstleister ist nämlich nur manchmal die Größe, dann wieder das Gewicht vorrangig für den Preis entscheidend, was den manuellen Vergleich erschwert. Dazu kommt, dass beim Versand von Paketen oftmals mit Begriffen wie beispielsweise "Gurtmaß" jongliert wird, die den Normalverbraucher zuweilen vor zusätzliche Rätsel stellen. Dem wollen wir gegensteuern", meint Singer. Seine Plattform ist daher möglichst benutzerfreundlich ausgerichtet. Mit wenigen Eingaben erhält man mit einem Klick einen Überblick der Kosten bei den jeweiligen Anbietern. Mit einem weiteren Mausklick poppen die nächstgelegenen Filialen beziehungsweise Paketshops des gewünschten Paketdienstes auf.

Der Paketmarkt boomt, und die Tendenz zeigt weiterhin nach oben. 2016 wurden in Österreich insgesamt 180 Millionen Pakete transportiert. Zwölf Prozent davon gingen ins Ausland, davon wiederum 70 Prozent nach Deutschland.

Paketcheck hat seinen Sitz in Wien und wird von den beiden Gründern Harald Kovacs und Gernot Singer betrieben. Gestartet haben die beiden ohne Fremdkapital. Noch wirft das Unternehmen keine Gewinne ab, als Betreiber von Österreichs zweitgrößter Immobilienmetasuchmaschine haben sie nicht nur eine kommerzielle Basis, sondern können auch auf fachliches Know-how zurückgreifen. (ch, 31.3.2017)

  • Sparen beim Paketversand: Paketcheck bietet eine Plattform für Tarifvergleiche.
    foto: paketcheck

    Sparen beim Paketversand: Paketcheck bietet eine Plattform für Tarifvergleiche.

Share if you care.