Riesige Tunnel in Südamerika stammen von sehr großen Lebewesen

Ansichtssache2. April 2017, 20:39
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foto: amilcar adamy/cprm

Jahrtausendealte rätselhafte Tierhöhlen I

Wissenschafter haben in Brasilien zahlreiche offenbar künstlich angelegte Höhlen entdeckt, die sie gleich vor eine ganze Reihe von Rätseln stellen. Die ovalen oder kreisrunden Gänge besitzen einen Durchmesser von eineinhalb bis zwei, in Einzelfällen sogar vier Meter, sind häufig verzweigt und erstrecken sich bisweilen über hunderte Meter durch das Erdreich oder Sedimentablagerungen. Erstmals aufgefallen ist das Phänomen dem brasilianischen Geologen Amilcar Adamy von der wissenschaftlichen Behörde CPRM. Der Forscher war im Jahr 2010 im Bundesstaat Rondônia im Nordosten des Landes entsprechenden Gerüchten nachgegangen und schließlich auf eine Höhle gestoßen, deren Existenz sich durch keinen natürlichen geologischen Prozess erklären lässt.

Unabhängig von seinem Fachkollegen hat kurz darauf auch Heinrich Frank von der Bundesuniversität von Rio Grande do Sul ähnliche Höhlen im Süden Brasiliens aufgespürt. Nähere Untersuchungen offenbarten die Spuren riesiger Klauen an den Seitenwänden und der Decke – für die Forscher ein klarer Hinweis, dass die vermutlich rund 10.000 Jahre alten Gänge von sehr großen Lebewesen gegraben worden sein müssen. Doch von welchen? Frank vermutet, dass hier Riesenfaultiere oder sehr große Gürteltiere am Werk waren, wie er in einer im Fachjournal "Ichnos" erschienenen Studie schreibt. Aber diese Erklärung beantwortet bei weitem nicht alle offenen Fragen.

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