Wieder Warnung vor Routenplaner-Abzockfirma: 750 Euro gefordert

31. März 2017, 11:46
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Forderung von 750 Euro wird mit Drohung von Zwangspfändung, Hausbesuch und Schlüsseldienst Nachdruck verliehen

Die Tiroler Arbeiterkammer (AK) hat am Freitag vor einer Internet-Abzockfirma gewarnt, die von mehreren Konsumentenschützern schon lange kritisiert wird. In einem Schreiben einer angeblichen Inkassoabteilung wird einer Forderung in Höhe von 750 Euro mit Zwangspfändung, Hausbesuch und Schlüsseldienst Nachdruck verliehen, berichtete die AK in einer Aussendung. Die Konsumentenschützer rieten, keinesfalls der Zahlungsaufforderung nachzukommen.

Drohungen

Diese stamme von der angeblichen "Inkassoabteilung Steinbach & Partner". Bei der AK meldeten sich täglich Betroffene, die mit einem vorgetäuschten Vollstreckungstitel unter Druck gesetzt würden. Unter anderem sei dem Schreiben zu entnehmen, dass gegen die Betroffenen ein Vollstreckungstitel bei Gericht erwirkt worden sei. Zudem werde ein Termin für den Besuch des "Inkasso-Teams" genannt.

Die Forderungen werden laut AK mit Anmeldungen für einen Routenplaner erklärt, etwa auf der Webseite "routenplaner-maps.com". Diese sei den Konsumentenschützern schon lange bekannt. Dabei handle es sich um eine "Internetabzocke bzw. Abo-Falle" der "Web2go Solution GmbH", hieß es. Wer sich auf der Seite registriert, erhalte eine Forderung über 500 Euro für 24 Monate. Dafür gebe es jedoch keinen Rechtsgrund.

Keine Zahlungsverpflichtung

Die Konsumentenschützer der AK Tirol wiesen am Freitag darauf hin, "dass keine Zahlungsverpflichtung besteht, auch dann nicht, wenn auf derart unseriöse Art und mit unhaltbaren 'Drohungen' verbundenen angeblichen Konsequenzen gedroht wird". Weder könnten Gegenstände abtransportiert noch ein Schlüsseldienst beauftragt werden. Keinesfalls sollen Betroffene Zahlungen leisten, vielmehr sollen derartige Drohschreiben an Polizei oder Staatsanwaltschaft weitergeleitet werden. (APA, 31.3.2017)

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