Pilz: Türkischer Geheimdienst forderte Hilfe von Österreichs Verfassungsschutz

31. März 2017, 11:27
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Innenministerium: Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung wäre so einem Ersuchen nicht nachgekommen

Wien/Ankara – Der türkische Geheimdienst MIT soll das österreichische Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) um Unterstützung bei der Beobachtung von Vereinen der türkischen Gülen-Bewegung ersucht haben – das habe ihm das BVT bestätigt, sagte der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz dem "Kurier". Medien gegenüber wollte das BVT ein solches Ersuchen weder dementierten noch bestätigen.

"Treffen von Vertretern des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung mit ausländischen Organisationen mit ähnlichen Aufgabenstellungen sind notwendige Routine", hieß es aus dem Innenministerium zum "Kurier" (Freitagausgabe). "Wir können aber nicht bestätigen, dass es ein spezielles Ersuchen gegeben hätte und halten fest, dass das BVT so einem Ersuchen auch nicht nachgekommen wäre", sagte ein Sprecher.

Die türkische Führung macht die Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom vergangenen Juli verantwortlich. (APA, 31.3.2017)

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