Online-Piraterie: Sky und Co fordern Maßnahmen von G7-Kulturministern

    30. März 2017, 15:51
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    Film- und Musikproduzenten drängen auf Schutz von kreativer Leistung

    Film- und TV- und Musikproduzenten von Sky, BBC, Canal Plus, Fox, Mediaset, Vivendi und Walt Disney haben in einem Schreiben an die in Florenz tagenden G7-Kulturminister einen Appell für Maßnahmen gegen Online-Piraterie gerichtet. Dieses Phänomen sei so problematisch wie der illegale Kunsthandel, hieß es in der Aussendung.

    Erstes Treffen

    "Wir fordern Hilfe und Unterstützung, denn diesen Kampf kann man nur gewinnen, wenn er von den europäischen Regierungen aktiv unterstützt wird", so der Geschäftsführer von Sky Italia, Andrea Zappia. Der Schutz gegen Piraterie im Kulturbereich zählt zu den Themen, mit denen sich die G7-Kulturminister in Florenz befassen.

    Der italienische Kulturminister Dario Franceschini empfing am Donnerstagnachmittag in Florenz seine Amtskollegen aus den USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada und Italien. Es handelt sich um das erste Treffen der G7-Kulturminister. An dem Gipfel nehmen auch UNESCO-Direktorin Irina Bokova, EU-Kulturkommissar Tibor Navracsics sowie Vertreter großer Institutionen wie der Biennale in Venedig und des Beaubourg-Museum teil.

    "Kulturpolitik ist in Europa bis jetzt vernachlässigt worden."

    Der Kulturbereich zähle europaweit drei Millionen Unternehmen und beschäftige zwölf Millionen Menschen, das sind 7,5 Prozent aller Arbeitskräfte in Europa, teilte der Minister mit. Der Kulturbereich generiere einen Umsatz von 509 Milliarden Euro, was 5,3 Prozent von Europas Bruttoinlandprodukts (BIP) entspricht.

    "Kulturpolitik ist in Europa bis jetzt vernachlässigt worden. Das muss sich ändern. In Kultur zu investieren, ist die größte Chance auf weltweiter Ebene", so Franceschini. Er äußerte die Hoffnung, dass die G7-Kulturminister künftig jährlich zusammenkommen werden. Italien ist Gastgeber des G7-Treffens 2017 im sizilianischen Taormina im Mai. (APA, 30.3.2017)

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      foto: dpa-zentralbild/hendrik schmidt
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