Smart-Meter-Nutzer erhoffen sich hohe Einsparungen bei Stromkosten

    30. März 2017, 14:40
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    Mehr als die Hälfte geht von über 75 Euro im Jahr aus – Zwei Drittel änderten Nutzerverhalten bisher nicht

    Bereits mit den neuen "intelligenten Stromzählern" ausgestattete Kunden haben in Smart Meter hohe Erwartungen in finanzieller Hinsicht. Mehr als die Hälfte der kürzlich in Oberösterreich Befragten geht von Einsparungen von mehr als 75 Euro im Jahr aus, so eine Studie der Österreichischen Energieagentur. Ist noch kein Smart Meter vorhanden, überwiegt die Skepsis.

    Erwartete Einsparungen

    26 Prozent der befragten Smart-Meter-Nutzer erwarten sich mehr als 100 Euro weniger Stromkosten im Jahr, weitere 26 Prozent nannten 76 bis 100 Euro, und für 18 Prozent müssten es 51 bis 75 Euro im Jahr sein. Interessanterweise sei das Interesse an einer monatlichen Stromrechnung anstelle einer jährlichen Abrechnung geringer als vermutet. "Über 50 Prozent haben kein Interesse daran", erklärte Energieagentur-Geschäftsführer Peter Traupmann am Donnerstag in einer Aussendung.

    Generell sehen 31 Prozent der Stromkunden, die noch keinen Smart Meter haben, keinen Nutzen in den neuen "intelligenten Stromzählern". Nur 28 Prozent bejahten dies. 40 Prozent hatten dazu keine Meinung. Die Daten basieren auf einer vom market institut im Februar durchgeführten Online-Umfrage (n=200, davon rund je die Hälfte Smart-Meter-Nutzer bzw. -Kenner ohne eigenes Gerät). Die Umfrage erfolgte im Rahmen des EU-Projekts "USmartConsumer".

    Hohes Interesse, wenn Strom gespart werden kann

    Bei jenen, die laut eigenen Angaben wissen, was ein Smart Meter ist, führten knapp drei Viertel (73 Prozent) an, dass sie prinzipiell starkes Interesse an neuen Dienstleistungen hätten, wenn dadurch Strom gespart werden kann. Demgegenüber erklärten aber zwei Drittel (67 Prozent) derjenigen, die schon ein solches Gerät besitzen, ihr Nutzerverhalten überhaupt nicht angepasst zu haben. Lediglich zwei Prozent hätten es stark verändert. Dies zeige, dass jene Dienstleistungen hohes Potenzial hätten, bei denen der Kunde aktiv keinen Beitrag leisten und sein Nutzerverhalten nicht ändern müsse, so Traupmann. Vielsprechend könnten also Smart-Home-Energiemanagement-Dienstleistungen in Kombination mit variablen Tarifen sein.

    Auf die Frage, ob sie von negativen Aspekten von Smart Meter gehört oder gelesen hätten, antworteten – laut Energieagentur überraschenderweise – mehr als die Hälfte aller Befragten (54 Prozent) mit einem "Nein". Als Hauptängste wurden die Themen Überwachung, "Hacken" des Zählers und Datendiebstahl angeführt. (APA, 30.3.2017)

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