David Friedman als US-Botschafter für Israel vereidigt

30. März 2017, 13:11
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Bisheriger Anwalt von Trump gilt als ausgesprochen siedlerfreundlich

Washington – Der Anwalt David Friedman ist als neuer US-Botschafter für Israel vereidigt worden. Vizepräsident Mike Pence nahm ihm am Mittwoch in einer Zeremonie in Washington den Amtseid ab. Friedman war bisher Anwalt für Donald Trump in Immobilienfragen. Er gilt als ausgesprochen siedlerfreundlich. Nach seiner Nominierung sagte er, er gehe davon aus, künftig in Jerusalem zu arbeiten. Die US-Botschaft liegt seit 68 Jahren in Tel Aviv.

Friedman hatte Jerusalem als ewige Hauptstadt Israels bezeichnet. Die Palästinenser wollen im arabischen Ostteil der Stadt, den Israel 1967 besetzt und später annektiert hatte, die Hauptstadt eines unabhängigen Staates ausrufen. Der endgültige politische Status von Jerusalem soll in Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern geklärt werden.

In einem aufsehenerregenden Brief an den US-Senat hatten fünf ehemalige US-Botschafter Friedman vor wenigen Tagen als unqualifiziert für die Position beschrieben. Sie kritisierten nach Angaben israelischer Medien Friedmans "extreme, radikale Positionen". (APA, 30.3.2017)

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