Tesa will mit Klebefolien für Smartphones und Co wachsen

29. März 2017, 15:52
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Nachfrage aus der Elektronikindustrie springt wieder an – Standbein Automobilindustrie bleibt stark

Die Beiersdorf-Tochter Tesa erwartet zunehmend wieder gute Geschäfte mit Elektronikindustrie. Die Nachfrage nach Klebefolien für Smartphones und Tablets habe dank neuer Anbieter aus China und neuer Anwendungen die Talsohle durchschritten, sagte Vorstandschef Robert Gereke am Mittwoch bei der Präsentation der Bilanz 2016.

Daneben setzt das deutsche Unternehmen aus Norderstedt bei Hamburg auf den Trend zu mobilen elektronischen Geräten, die am Körper getragen werden, wie Smartwatches und Fitness-Armbänder, bei denen Spezialklebebänder verbaut werden. Dieser Bereich verzeichne derzeit hohe Wachstumsraten.

Neue Märkte im Visier

Zugleich sieht sich der Klebstoffhersteller verstärkt nach Übernahmen um. Dabei schaut die Beiersdorf-Tochter nach Unternehmen, die Tesa Zugriff auf neue Technologien und Märkte sichern. Unlängst hatten die Norderstedter die "nie wieder Bohren AG" gekauft, die spezielle Befestigungssysteme im Angebot hat. Geld für Zukäufe hat die Konzernmutter ausreichend auf der hohen Kante. Beiersdorf sucht schon länger selbst nach Möglichkeiten für Übernahmen, bisher allerdings ohne Erfolg.

Im traditionell starken Geschäft mit der Automobilindustrie setzt Tesa auf die Elektromobilität. Die Hersteller bauen immer größere Bildschirme für die Überwachung von Funktionen in den Autos sowie für Navigation und Unterhaltungselektronik ein. Auch für die Bündelung von Batteriezellen werden Klebebänder von Tesa eingesetzt.

Prognose könnte angehoben werden

Das Geschäft von Tesa lief zu Jahresbeginn so gut, dass sich der Vorstand eine Anhebung der Prognose zutraut. Er halte es daher für möglich, dass der Aufsichtsrat die Jahresziele Ende April "etwas nach oben korrigiert". Bisher geht Tesa von einem Umsatzwachstum zwischen drei und vier Prozent und einer operativen Rendite (Ebit-Marge) leicht unter dem Vorjahreswert aus.

Tesa steht für etwa ein Sechstel des Konzernumsatzes von zuletzt rund 6,8 Mrd. Euro und ist hochprofitabel. Die Rendite sank im vergangenen Jahr zwar leicht auf 16,2 (Vorjahr 16,8) Prozent, sie lag damit aber weiter deutlich vor der Kosmetiksparte von Beiersdorf mit 14,8 Prozent. (APA, 29.03.2017)

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