Strategiespiel "Blitzkrieg 3" fordert mit selbstlernender KI

29. März 2017, 15:18
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"General Boris" nutzt künstliches neuronales Netzwerk und soll ohne Schummeln auskommen

Die Entwickler des in der Early Access-Phase befindlichen Echtzeitstrategiespiels "Blitzkrieg 3" gehen neue Wege in Sachen Computerintelligenz. Mit einem neuen Update haben sie ihrem Game einen frischen KI-Gegner beschert. Er nennt sich "General Boris" und nutzt ein künstliches neuronales Netzwerk.

Als neuronales Netzwerke in diesem Sinne versteht man ein System, das in seiner Anlage dem menschlichen Gehirn nachempfunden ist. Sie sind in der Lage, selber zu lernen und sich auf ändernde Gegebenheiten anzupassen. Damit funktionieren sie in weiten Teilen anders, als traditionelle künstliche Intelligenz, die auf vorgegebene Bedingungen und Verhaltensmuster zurückgreift.

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Menschenähnlich

Vor seinem Einsatz wurde er von den Entwicklern bei Nival Interactive trainiert. Zum Start wurden ihm nur grundlegende Vorgangsweisen einprogrammiert. Im Laufe von zahlreichen Partien soll Boris selbständig weitere Strategien entwickelt haben und mittlerweile sehr flexibel agieren. Sein Verhalten sei dem eines menschlichen Kontrahenten sehr ähnlich.

Die "Blitzkrieg 3"-Macher versprechen zudem, dass der neue Computergegner nicht schummelt. Während übliche KI-Gegner als Ausgleich für ihre Defizite über viele Zusatzinformationen verfügen, soll Boris unter den gleichen Bedingungen agieren, wie seine menschlichen Widersacher und etwa nicht wissen, was sich außerhalb des Sichtfelds seiner Einheiten abspielt. (gpi, 29.03.2017)

  • "General Boris" soll sich kaum von menschlichen Gegnern unterscheiden lassen.
    foto: blitzkrieg 3

    "General Boris" soll sich kaum von menschlichen Gegnern unterscheiden lassen.

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