Unbekannte Tigerpopulation in Thailand entdeckt

29. März 2017, 14:39
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Fotofallen lieferten überraschende Aufnahmen, auch von Jungtieren

foto: ap/thailand's department of national parks, wildlife and plant conservation/freeland

Bangkok – Der extrem seltene Indochinesische Tiger (Panthera tigris corbetti) hat einer Studie zufolge in Südostasien eine zweite feste Population – bislang war nur eine bekannt. Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren fanden Forscher im Dschungel von Ostthailand Hinweise darauf, dass Exemplare dieser stark gefährdeten Tiger-Unterart dort nicht nur vorkommen, sondern sich auch tatsächlich fortpflanzen.

foto: apa/afp/panthera/ho/dnp-freeland

Wie die thailändische Naturschutzbehörde und zwei Tierschutzorganisationen in Bangkok mitteilten, lieferten Fotofallen Aufnahmen von Jungtieren. Die Auswertung der Fotofallen-Daten deutet auf eine mittlere Dichte von 0,63 Tigern pro 100 Quadratkilometer hin. Das zuvor einzige bekannte Gebiet mit einer festen Population Indochinesischer Tiger ist ein Schutzgebiet im Westen Thailands.

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Vom Tiger (Panthera tigris) gibt es heute je nach Zählart neun oder auch nur zwei Unterarten. Die Tiger auf dem asiatischen Festland könnte man auch als einzige Unterart zusammenfassen – sie zeigen allerdings regionale Unterschiede. So sind Indochinesische Tiger ein wenig kleiner als ihre bekannteren Vettern in Indien oder Sibirien.

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Indochinesische Tiger kamen in den jüngerer Vergangenheit noch in weiten Teilen Südostasiens vor. Vor allem durch Wilderei sind ihre Populationen aber überall stark geschrumpft und teilweise vollständig verschwunden. Gesichert ist ihr Vorhandensein heute nur noch in Thailand und im Nachbarland Myanmar. Ihre Gesamtzahl wird Naturschützern zufolge auf nur noch 221 geschätzt.

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"Der außerordentliche Wiederanstieg der Tiger von Ostthailand ist nicht weniger als wundersam", erklärte John Goodrich von Panthera, einer Organisation zum weltweiten Schutz von Wildkatzen. "So lange der illegale Tigerhandel weitergeht, werden sie Schutz brauchen", warnte indes Kraisak Choonhavan, Chef der Organisation Freeland, die den illegalen Handel mit den Tieren bekämpft. (APA, red, 29. 3. 2017)

foto: reuters/dnp/freeland handout
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