Abgeordneter Franz fürchtet "fremdes Genmaterial" in Europa

29. März 2017, 13:42
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Migration als "biotechnischer Akt" mit "negativen Langzeitfolgen": Ex-Stronach- und ÖVP-Mandatar sorgt für Proteste

Wien – Auch Marcus Franz kann sich einen Beitrag zur Flüchtlingsdebatte nicht verkneifen: "Fremdes Genmaterial nach Europa zu bringen ist ein biotechnischer Akt mit negativen Langzeitfolgen für die Autochthonen", schrieb der "wilde", ergo: fraktionslose Nationalratsabgeordnete auf Twitter – und erntete ebendort scharfe Kritik. ORF-Anchorman Armin Wolf etwa kommentierte lapidar: "Definieren Sie ,Rassismus'".

Der Arzt aus Wien ist nicht zum ersten Mal politisch verhaltensauffällig. Vor zwei Jahren, noch als Abgeordneter des Team Stronach, wandte er sich mit folgender Erkenntnis gegen eine Gesetzesnovelle ("Po-Grapscher-Paragraf"), die sexuelle Belästigung strenger ahndet: "Ob der Popsch hält, was der Blick verspricht. Das erfahren zu wollen wird nun bestraft." Aus dem ÖVP-Klub, der ihn in der Folge angeworben hatte, katapultierte sich Franz mit einem Sager über Angela Merkel: Die deutsche Kanzlerin hole nur deshalb so viele Flüchtlinge ins Land, weil sie ihre eigene Kinderlosigkeit kompensiere. (red, 29.3.2017)

  • Nicht zum ersten Mal verhaltensauffällig: Wilder Mandatar Franz.
    foto: apa / roland schlager

    Nicht zum ersten Mal verhaltensauffällig: Wilder Mandatar Franz.

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