Thailands ehemalige Tourismuschefin zu 50 Jahren Haft verurteilt

29. März 2017, 12:04
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Schmiergeldaffäre um Ausrichtung von Filmfestival

Bangkok – Die ehemalige Chefin der thailändischen Fremdenverkehrsbehörde TAT, Juthamas Siriwan, ist wegen Bestechlichkeit zu 50 Jahren Haft verurteilt worden. Die 70-Jährige wurde am Mittwoch in Bangkok für schuldig befunden, insgesamt 60 Millionen thailändische Baht (umgerechnet etwa 1,6 Millionen Euro) Schmiergeld von Filmproduzenten aus Hollywood angenommen zu haben.

Im Gegenzug hatte das Ehepaar aus den USA den Zuschlag für die Ausrichtung des Filmfestivals von Bangkok bekommen. Siriwan war ehemals nicht nur Chefin der Tourism Authority of Thailand, sondern auch Präsidentin des Festivals. Gemeinsam mit ihr wurde ihre 43-jährige Tochter verurteilt. Sie soll für 44 Jahre hinter Gitter.

Das Geld soll in den Jahren zwischen 2002 und 2007 geflossen sein. Die Filmproduzenten Patricia und Gerald Green ("Rescue Dawn", "Allein auf der Pirateninsel", "Salvador") waren wegen der Vorwürfe in den USA bereits 2010 zu Haftstrafen verurteilt worden. Gerald Green verstarb 2015 im 84. Lebensjahr. (APA, dpa, 29.3.2017)

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