Siemens liebäugelt weiter mit US-Börsengang der Medizintechnik

29. März 2017, 10:28
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Auch Teil-Spin-off möglich

Siemens-Chef Joe Kaeser lässt sich für den geplanten Börsengang der Medizintechniksparte weiter alle Optionen offen. "Wir haben vieles durchdacht, aber es ist noch nichts entschieden", sagte er dem Schweizer Blatt "Finanz & Wirtschaft" (Mittwochausgabe). Sowohl die Platzierung neuer Aktien in einem Börsengang als auch ein Teil-Spin-off sind möglich.

Abwarten, ob Trump Steuern und Bürokratie abbaut

Auch der Ort der Börsennotiz ist offen: "Der US-Aktienmarkt ist sehr liquide und hat ein gutes Verständnis für den Gesundheitssektor", fügte er hinzu. Es bleibe abzuwarten, ob US-Präsident Donald Trump Bürokratie und Steuern abbaue. "Auch die Börsen Frankfurt und Hongkong sind ebenfalls Optionen." Die Arbeitnehmervertreter hatten sich gegen eine Notiz in Amerika ausgesprochen, weil sie die Aushöhlung der Mitbestimmungsrechte fürchten.

Für die nächste Zeit seien keine weiteren Abspaltungen geplant, sagte Kaeser. "Die große strukturelle Neuausrichtung ist abgeschlossen", formulierte der Manager, der den Konzern in seiner Amtszeit wiederholt neu aufgestellt hat. Eine reine Beteiligungsgesellschaft, wie Betriebsräte und Gewerkschafter befürchten, solle Siemens nicht werden.

Die Restbeteiligung am Lichttechnikkonzern Osram von knapp 18 Prozent will Kaeser weiter loswerden, hielt sich aber über die Art und Weise weiter bedeckt. "Es gibt keinen inhärenten Grund mehr, beteiligt zu sein. Es gibt auch die Option, einen strategischen Zusammenschluss zu ermöglichen, um Osram zu stärken." Zuletzt hatten sich Chinesen für das Traditionsunternehmen interessiert, hatten sich aber nach massiven Protesten der Belegschaftsvertreter wieder abgewandt. (Reuters/APA, 29.3.2017)

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