0:1-Heimniederlage von ÖFB-Quali-Gegner Irland gegen Island

28. März 2017, 23:22
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Auch Franzosen, Niederländer und Europameister Portugal verloren vor eigenem Publikum – Videobeweis bewährte sich beim Match im Stade de France

Dublin/St. Denis/Paris/Amsterdam – Österreichs WM-Qualifikationsgegner Irland hat am Dienstagabend eine 0:1-Heimniederlage gegen EM-Viertelfinalist Island bezogen. Linksverteidiger Hördur Magnusson vom englischen Zweitligisten Bristol City erzielte vor 37.241 Zuschauern in Dublin das Goldtor (21.). Auch die Spitzenpartie des freundschaftlichen Länderspielabends endete mit einer 0:2-Heimniederlage Frankreichs gegen Spanien.

Dabei hatten die Franzosen in der 48. Minute den vermeintlichen Führungstreffer durch Antoine Griezmann bejubelt. Diesem wurde aber nach Intervention des Videoschiedsrichters zurecht die Anerkennung verweigert. Der in einem TV-Bus vor dem Stade de France stationierte Supervisor meldete dem Referee auf dem Feld die knappe Abseitsposition beim Abspiel, das die Aktion eingeleitet hatte.

Das erste Tor fiel dann 20 Minuten später auf der anderen Seite, als David Silva einen umstrittenen Foulelfer sicher verwandelte (68.). Beim zweiten spanischen Treffer von Milan-Stürmer Gerard Deulofeu, der erst in der 67. Minute eingewechselt worden war und bereits den Elfer herausgeholt hatte, informierte der Videoschiedsrichter das Gespann auf dem Feld erneut. Diesmal war es hauchdünn kein Abseits (77.), weshalb das 2:0 zurecht zählte.

Nächste Pleite für die Niederlande

Die stolze niederländische Fußball-Nation, Quali-Gegner der klar auf WM-Kurs liegenden Franzosen, kassierte in Amsterdam die nächste Pleite. Unter Interimstrainer Fred Grim, der anstelle des nach dem 0:2 im WM-Quali-Spiel in Bulgarien entlassenen Bondscoach Danny Blind beim WM-Dritten auf der Bank saß, setzte es eine 1:2-Niederlage gegen Italien. Die Treffer erzielten allesamt Gästespieler, denn die kurzzeitige Führung der Niederländer resultierte aus einem Eigentor von Verteidiger Alessio Romagnoli (10.). Gleich danach besorgte aber Inter-Stürmer Eder den Ausgleich (11.). Juventus-Abwehrchef Leonardo Bonucci traf zum Endstand (32.).

Und auch Europameister Portugal musste sich im Heimspiel gegen Schweden nach 2:0-Pausenführung noch 2:3 geschlagen geben. Kapitän Cristiano Ronaldo stellte in seiner Heimatstadt Funchal in der 18. Minute nach Maßflanke von Gelson Martins auf 1:0. Es war bereits das 71. Länderspieltor des 32-jährigen Weltfußballers. Auch beim zweiten Treffer leistete Sporting-Lissabon-Flügelspieler Martins die Vorarbeit, denn seinen Querpass im Strafraum bugsierte der schwedische Innenverteidiger Andreas Granqvist ins eigene Tor (34.). Ein Doppelpack von Krasnodar-Legionär Viktor Claesson (57., 76.) und ein Last-Minute-Eigentor von Joao Cancelo (93.) brachte den Schweden aber noch den Sieg. (APA, 28.3.2017)

Dienstag-Ergebnisse von freundschaftlichen Fußball-Länderspielen:

Georgien (ÖFB-Gegner in WM-Qualifikation) – Lettland 5:0 (2:0). Tiflis, Tore: Ananidze (18./Foulelfer, 77.), Kvilitaia (32., 68.), Arabidze (90.). Anmerkung: Rapid-Legionär Giorgi Kvilitaia spielte bis zur 78. Minute.

Irland (ÖFB-WM-Quali-Gegner) – Island 0:1 (0:1). Dublin, Tor: Magnusson (21.)

Frankreich – Spanien 0:2 (0:0). St. Denis, Tore: David Silva (68./Foulelfer), Deulofeu (77.)

Niederlande – Italien 1:2 (1:2). Amsterdam, Tore: Romagnoli (10./Eigentor) bzw. Martins (11.), Bonucci (32.)

Portugal – Schweden 2:3 (2:0). Funchal, Tore: Ronaldo (18.), Granqvist (34./Eigentor) bzw. Claesson (57., 76.), Joao Cancelo (93./Eigentor)

Luxemburg – Kap Verde 0:2 (0:2). Hesperange, Tore: Gege (8.), Tavares (22.)

Russland – Belgien 3:3 (1:3). Sotschi, Tore: Wasin (3.), Mirantschuk (74.), Bucharow (92.) bzw. Mirallas (17./Foulelfer), Benteke (42., 45.).

Estland – Kroatien 3:0 (1:0). Tallinn, Tore: Luts (1.), Vassiljev (81.), Zenjov (84.)

Albanien – Bosnien-Herzegowina 1:2 (0:2). Elbasan, Tore: Balaj (68.) bzw. Dzeko (7./Elfmeter), Lulic (42.)

Mazedonien – Weißrussland 3:0 (1:0). Skopje, Tore: Spirovski (40.), Pandew (61., 69.)

  • Nichts zu feiern für die Iren.
    foto: reuters / peter cziborra livepic

    Nichts zu feiern für die Iren.

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