U17 verpasst EM in letzter Sekunde

28. März 2017, 19:19
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1:2-Niederlage gegen Ukraine durch Tor in Nachspielzeit bedeutet Aus für ÖFB-Nachwuchs

Bad Waltersdorf/Gleisdorf – Österreichs U17-Fußball-Nationalteam hat die Teilnahme an der EM in Kroatien (3. bis 19. Mai) in letzter Minute verspielt. Die Auswahl von Teamchef Hermann Stadler verlor das abschließende Spiel der Qualifikations-Eliterunde am Dienstag in Bad Waltersdorf gegen die Ukraine nach einem Treffer in der Nachspielzeit mit 1:2 (1:1). Neben den Ukrainern löste auch Frankreich das EM-Ticket.

Den Österreicher, die beim Heimturner zuvor ein 1:1 gegen die Franzosen erreicht und einen 3:1-Sieg über Schweden gefeiert hatten, hätte bereits ein Remis für die Endrunden-Teilnahme gereicht.

Und zunächst lief es auch wunschgemäß, der 17-jährige Romano Schmid (Sturm Graz) besorgte nach Vorarbeit von Aldin Aganovic in der 14. Minute die verdiente Führung. Den unter Siegzwang stehenden Ukrainern glückte durch Olexij Kaschtschuk von Schachtar Donezk knapp zehn Minuten später der Ausgleich.

Danach schienen die Österreicher das Unentschieden relativ souverän über die Zeit zu bringen, ehe doch noch die kalte Dusche folgte. Denn in der Nachspielzeit ezielte Kaschtschuk in der 83. Minute noch das Siegestor für die Gäste (U17-Partien dauern zweimal 40 Minuten). Im Parallelspiel in Gleisdorf sicherte sich Frankreich mit einem 2:0 gegen die punktlosen Schweden ungeschlagen den Gruppensieg. (APA, red, 28.3. 2017)

U17-EM-Qualifikation – Gruppe 6:

Ukraine – Österreich 2:1 (1:1). Bad Waltersdorf.
Tore: Kaschtschuk (24., 83.) bzw. Schmid (14.)

Österreich mit: Antosch – Sulzbacher, Klarer, Wallquist, Meisl – Muhr (66. Wunsch), Demaku, Schmid, Aganovic – Weyermayr (82. Bekar), Ballo (55. Schuster)

In Gleisdorf:
Frankreich – Schweden 2:0 (0:0)

Stimmen:

Hermann Stadler (Teamchef): "Mit dem Schlusspfiff auszuscheiden ist natürlich extrem bitter. Im Fußball gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft", betonte Teamchef Hermann Stadler nach dem Match. "Wir hatten genug Chancen, das Spiel zu entscheiden. Jetzt sind alle bitter enttäuscht. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat ein gutes Turnier gespielt. Jetzt gilt es, den Fokus nach vorne zu richten."

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