Mammutbäume erhalten Nährstoffe aus Wüste Gobi

29. März 2017, 07:00
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Bisher war Forschern unklar, woher die Wälder in Kalifornien einige nötige Spurenelemente bekommen. Nun wurde man fündig

Riverside – In der Sierra Nevada von Kalifornien wachsen Mammutbäume, die mit über 100 Metern Höhe zu den größten Bäumen der Welt zählen. Unklar war, woher die Riesen jene nötigen Nährstoffe erhalten, die im Gestein so gut wie gar nicht vorkommen.

Neue Analysen von Forschern um Emma Aronson (University of California in Riverside) im Fachblatt "Nature Communications" haben nun ergeben, dass es Staub insbesondere aus der Wüste Gobi ist, der die kalifornischen Wälder mit mehr Phosphor versorgt als bisher gedacht.

Höherer Anteil höher am Berg

Der Anteil des Staubs aus Asien beträgt am Fuße der Sierra Nevada auf rund 400 Metern Seehöhe rund 20 Prozent, wie die Isotopenanalysen zeigten, auf rund 3000 Metern immerhin 45 Prozent. Und die Forscher wagen auch Prognosen, wie es mit dem Staub aus Asien weitergeht: Aufgrund der Erderwärmung wird es einerseits in Kalifornien noch trockener werden, andererseits wird vermutlich noch mehr Staub auch aus Asien durch die Lüfte transportiert. (tasch, 29.3.2017)

  • Mit diesem Gerät fingen die kalifornischen Forscher den Staub, den sie dann Isotopenanalysen unterzogen.
    chelsea carey

    Mit diesem Gerät fingen die kalifornischen Forscher den Staub, den sie dann Isotopenanalysen unterzogen.

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