Neuerliche Wende im Streit um Crispr-Patente

29. März 2017, 09:00
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München – Das Europäische Patentamt hat seine Absicht bekanntgegeben, der University of California (UC) die breit angelegten Patentansprüche zur Genschere Crispr zuzugestehen. Diese neue Entscheidung steht im Widerspruch zur Position des US-amerikanischen Patent- und Markenamts, das erst vor wenigen Wochen zugunsten des Broad Institut in Cambridge bei Boston entschieden hatte.

Den Unterschied zwischen den beiden Patentansprüchen hatte Jennifer Doudna bereits nach dem ersten Urteil in den USA auf den Punkt gebracht: "Broad hat nun das Patent auf grüne Tennisbälle. Wir aber werden ein Patent auf alle Tennisbälle bekommen. Ich finde nicht, dass das irgendeinen Sinn macht."

Die Rechtsvertreter des Broad Institute haben bereits Einspruch angekündigt.

Auf der Seite der UC ist auch die Universität Wien beteiligt: Emmanuelle Charpentier, eine der beiden Miterfinderinnen, hat zur Zeit der Entdeckung an den Max F. Perutz Laboratories gearbeitet. (tasch, 29.3.2017)


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