Außergewöhnliche Stadtführungen in Europas Metropolen

Ansichtssache3. April 2017, 06:00
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Von den Dächern Stockholms über die stillen Örtchen Berlins bis in den Pariser Untergrund: HolidayCheck präsentiert zehn außergewöhnliche Alternativen zu klassischen Besichtigungstouren

foto: shutterstock/badahos

Berlin: Stille Örtchen im Rampenlicht

Von einem stillen Örtchen zum nächsten – das verspricht die Tour de Toilette. Sie liefert tiefe Einblicke in die "Geschäfte" Berlins und bricht mit dem Tabu, öffentlich über Sozialhygiene zu sprechen. Vom dunkelgrünen Gusseisen-Exemplar mit dem Namen "Café Achteck" auf dem Gendarmenmarkt bis hin zu Pissoirs aus schlesischem Marmor am Kurfürstendamm hat das Toiletten-Repertoire der Hauptstadt einiges zu bieten.

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Wien: Auf die hässliche Tour

Wer an Wien denkt, denkt an vieles von Sisi über Schnitzel bis hin zu Sachertorte. Höchstwahrscheinlich aber nicht an Hässlichkeit. Im Rahmen der Vienna Ugly Tour können Besucher die Stadt auf weniger schöne Art kennenlernen und die wohl schlimmsten Gebäude der Stadt begutachten. Hinter der Führung steckt dabei weniger Kritik als die Absicht, eine Debatte über die Chancen moderner Architektur anzuregen.

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foto: eat-the-world.com/meike goebel

Hamburg: Gaumenfreuden international

Mit Eat-The-World begeben Reisende sich in Hamburg auf kulinarische Stadtführungen der Extraklasse: Sie schlendern gemütlich durch ausgewählte Viertel der Hansestadt und verköstigen nebenbei so allerhand. Auf den Strecken liegen norddeutsche Käsegeschäfte ebenso wie urige Tante-Emma-Läden, Konditoreien und Weinhandlungen und auch die besten Restaurant-Tipps pro Viertel sind inklusive.

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Stockholm: Alles außer bodenständig

Teilnehmer dieser Tour dürfen sich wie Astrid Lindgrens Karlsson vom Dach fühlen. Mit dem Unterschied, dass sie nicht mithilfe eines Propellers am Rücken über die Dächer Stockholms fliegen, sondern einen Klettergurt umgelegt bekommen. Ob in Jeans oder in Lederhosen – in luftigen Höhen führt die Dachwanderung vorbei an Türmchen und Schornsteinen, eine fantastische Aussicht auf Stockholm dauerhaft garantiert.

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München: Da bleibt kein Auge trocken

So viele Pointen wie die in sieben deutschen Städten angebotene ComedyTour verspricht wohl kein weiteres Konzept. In München erfreuen sich die Teilnehmer der etwa 90-minütigen Rundfahrt im "Spaßmobil" an Anekdoten zu Marienplatz, Schloß Nymphenburg und Hofbräuhaus und lachen über die Eigenarten der Einwohner. So ist Stadtgeschichte kein trockener Schulstoff.

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Paris: Gar nicht mal romantisch

Wer sich nach Paris träumt, denkt an Eiffelturm, Sacré-Coeur und Louvre. Es lohnt sich, die Metropole auch unterirdisch und auf wenig romantische Art zu erkunden – durch die Katakomben. In den Gängen, die im 18. Jahrhundert als Grabstätte dienten, können Reisende die Gebeine von über sechs Millionen ehemaligen Einwohnern der Hauptstadt begutachten. Wer nach dem Rundgang bei kühlen 14 Grad noch nicht genug hat, kann sich den größtenteils vor Ort gedrehten Horrorfilm Katakomben anschauen.

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London: Auf rätselhafte Art

Technik auf dem neuesten Stand integriert der Anbieter Hidden City in seine Londoner Städtetour: Teilnehmer erhalten Rätsel zu verschiedenen Plätzen der Stadt auf ihre Smartphones. Nur wer eine Frage richtig beantwortet, bekommt den nächsten Standort zugeschickt. Geheime Ecken und Spannung im Team von bis zu vier Personen sind Freunden der Schnitzeljagd garantiert.

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Budapest: Zu Wasser und zu Land

In Ungarns Hauptstadt gleiten Besucher nicht ganz so elegant durch das Wasser wie die Gondolieri in Venedig – trotzdem ist die Amphibienbusfahrt zu Wasser und zu Land ein besonderes Highlight. Das Festland zurückgelassen, können Passagiere des gelben "Schwimmbuses" Sehenswürdigkeiten wie Burgpalast und Kettenbrücke aus ganz neuen Blickwinkeln bestaunen.

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Rom: Auf dem Pfad der Erleuchtung

Wer nicht nur Rom und den Vatikan sondern auch den einflussreichen Geheimbund, die Illuminati, kennenlernen möchte, liegt mit der Angels and Demons Tour richtig. Teilnehmer gehen mythischen Symbolen auf den Grund und enträtseln die Geheimhaltung von Bernini und Galileo. Natürlich kommen auch die Kirche Santa Maria del Popolo, der Petersplatz und die Engelsburg nicht zu kurz.

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Lissabon: Spionage und Verrat

Die an der Tejo-Mündung gelegene Hauptstadt Portugals war während des zweiten Weltkriegs Treffpunkt zahlreicher Spione. Wer an der City of Spies-Stadtführung teilnimmt, betritt nicht nur längst vergessene Treffpunkte wie das Hotel Victoria, sondern bekommt eine Einführung in verschiedenste Spionagetechniken, mit denen sich die Spione auch untereinander abgehört haben.

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