USA versprechen Ende des "Niedermachens" Israels in der Uno

28. März 2017, 10:24
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Botschafterin Haley übt Kritik an Obamas Kurs vor der proisraelischen Lobbyorganisation AIPAC

Washington – Die US-Botschafterin bei der Uno, Nikki Haley, hat vor der proisraelischen Lobbyorganisation AIPAC ein klares Bekenntnis zur engen Zusammenarbeit mit Israel abgelegt. "Das Niedermachen Israels in der Uno ist vorbei", sagte Haley am Montag bei der AIPAC-Konferenz in Washington, bei der sie stürmisch gefeiert wurde. "Wir haben keinen größeren Freund als Israel", führte Haley aus.

Haley übte Kritik am Kurs des im Jänner aus dem Amt geschiedenen US-Präsidenten Barack Obama in der Nahostpolitik. Dabei wandte sie sich besonders gegen die Enthaltung der US-Regierung bei der Abstimmung des Uno-Sicherheitsrats am 23. Dezember, bei der erstmals seit 1979 eine Resolution gegen den israelischen Siedlungsbau verabschiedet wurde. Diese Abstimmung sei wie ein "Tritt in die Magengrube" gewesen, sagte die Uno-Botschafterin. "Das ist passiert, aber das wird nicht noch einmal passieren."

Nach dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Jänner ist die US-Regierung von der eindeutigen Unterstützung der Zweistaatenlösung zur Überwindung des Nahostkonflikts abgerückt. Bei einem Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Washington sagte Trump Mitte Februar, er prüfe "mit großer Sorgfalt" die von ihm im Wahlkampf angekündigte Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Bezugnehmend auf die Siedlungspolitik sagte er Netanjahu lediglich, er "würde gern sehen", dass die israelische Regierung "bei den Siedlungen ein bisschen bremst". (APA, 28.3.2017)

  • Nikki Haley vor der AIPAC.
    foto: ap photo/jose luis magana

    Nikki Haley vor der AIPAC.

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