Machbarkeitsstudie prüft Umstrukturierung des Bundesdenkmalamts

27. März 2017, 17:20
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Nach scharfer Kritik in Rechnungshof-Rohbericht

Wien – Nach scharfer Kritik an der wirtschaftlichen Führung des Bundesdenkmalamts (BDA) in einem Rohbericht des Rechnungshofs werden erste Schritte zur Umstrukturierung der Institution gesetzt. Die Beratungsfirma Integrated Consulting Group (ICG) wurde mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, bestätigte man vonseiten des Bundeskanzleramts der APA einen Bericht der Online-"Presse" vom Montag.

Überprüft würden verschiedenste Varianten für eine "zeitgemäße Aufstellung" der sogenannten nachgeordneten Dienststelle, hieß es aus dem Büro von Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ). Dabei gehe es weniger um Ausgliederung als um Synergieeffekte in der derzeit sehr komplexen, verwirrenden Organisationsstruktur. Noch vor dem Sommer sollen die Empfehlungen der ICG vorliegen und dementsprechende Struktur- und Personalentscheidungen getroffen werden.

Personaleinsparungen befürchtet

Laut "Presse" würden unter den 200 Mitarbeitern des BDA jedenfalls Personaleinsparungen befürchtet. "Wir haben bisher zu den Vorhaben kaum Auskunft bekommen – wir fürchten, dass die Behörde weiter ausgedünnt wird, so wie es schon Versuche in der Vergangenheit gegeben hat", wird der Dienststellenvorsitzende Oliver Schreiber zitiert.

Ein Rohbericht des Rechnungshofs hatte der Behörde im vergangenen Herbst Mängel in der wirtschaftlichen Führung attestiert. Insbesondere die Errichtung eines elektronischen Denkmalinformationssystems sei aus dem Ruder gelaufen – die Rede war von einer "unprofessionellen Projektabwicklung mit Zeit- und Kostenüberschreitungen". Laut dem Bericht der "Presse" läuft nun eine interne Revision, "weil Mitarbeiter unter Korruptionsverdacht stehen". (APA, 27.3.2017)

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