Ö1-Reihen über Planeten und Sonnen: Alles dreht sich

27. März 2017, 17:38
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Einer der größten Vorzüge von "Vom Leben der Natur" ist die unkomplizierte Erklärung, mit der einem die kompliziertesten Sachverhalte vermittelt werden

"Man kann sich das so vorstellen wie bei einer Eiskunstläuferin, die die Arme anwinkelt und sich deshalb immer schneller um die eigene Achse dreht." Nur dass es sich dabei um eine große Gaswolke handelt, die sich zusammenzuziehen beginnt und – der Erhaltung des Drehimpulses folgend – Fliehkräfte entwickelt. Flacht die Gaswolke nun zu einer Scheibe ab, entsteht in ihrer Mitte ein Stern: die Sonne.

Einer der größten Vorzüge der morgendlichen Radioreihe "Vom Leben der Natur" (Mo-Fr, 8.55, Ö1) ist die unkomplizierte Erklärung, mit der einem die kompliziertesten Sachverhalte hinter den natürlichsten Erscheinungen vermittelt werden. Auch der Astrophysiker Arnold Hanslmeier, der im Laufe dieser Woche über Planeten um ferne Sonnen referiert und mit der Entstehung der unsrigen den passenden Einstieg gefunden hat, beherrscht das Prinzip der didaktischen Veranschaulichung. So wie es gut zu wissen ist, dass der Orionnebel, astronomisch gesehen, "vor unserer Haustüre" liegt.

Bis Donnerstag kann man dann jeweils eine halbe Stunde später im Radiokolleg (9.30 Uhr) sein erworbenes astronomisches Wissen zwar leider nicht praktisch anwenden, aber in der Sendereihe "Von der Weltausstellung zum Weltraumprojekt" über die Biosphère in Montreal vertiefen. Errichtet 1967, inspirierte der futuristische Kuppelbau von Richard Buckminster Fuller nämlich die Zukunftsforschung zum historischen Experiment "Biosphere 2" in Arizona, bei dem acht Teilnehmer in einem isolierten Ökosystem sich selbst überlassen wurden.

Das kann man sich wiederum wie eine kleine Erde auf unserer großen vorstellen, die jede Pirouette mitmacht. (Michael Pekler, 27.3.2017)

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