Durchschnittsalter von US-Forschern stieg stark an und steigt weiter

28. März 2017, 09:00
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Columbus – Wie alt ist der durchschnittliche Forscher in den USA? Dieser Frage gingen Paul Blau (Ohio State University) und Kollegen in einer neuen Untersuchung im Fachblatt "PNAS" nach und kamen zu einem – insbesondere im Vergleich zu früheren Jahren – unerwarteten Ergebnis: Das Alter betrage zur Zeit im Schnitt 48,6 Jahre, während es 1993 noch bei 45,1 Jahren lag.

Damit alterte die Berufsgruppe der Wissenschafter im Vergleich mit den Beschäftigten insgesamt deutlich schneller. 1993 waren 18 Prozent der Forscher 55 Jahre alt oder älter, 2010 betrug deren Anteil bereits 33 Prozent. Im gleichen Zeitraum nahm der Anteil der Über-55-Jährigen an der werktätigen Bevölkerung insgesamt nur von 15 auf 23 Prozent zu.

Das war noch nicht alles: Der Alterungsprozess bei den Wissenschaftern gehe aufgrund der Babyboomer immer noch weiter, wie David Blau sagt: Laut den Berechnungen wird das Durchschnittsalter demnächst auf 50,8 Jahre ansteigen. Offen sei die Frage, wie sich das auf die Produktivität der Wissenschaft insgesamt auswirke. (red, 27.3.2017)


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PNAS: "Why the US science and engineering workforce is aging rapidly"

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