Russische Lastwagenfahrer streiken wegen höherer Maut

27. März 2017, 15:53
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Regierung beschloss vorige Woche, Maut ab April nur um ein Viertel anzuheben statt sie zu verdoppeln

Moskau – Tausende russische Lastwagenfahrer sind am Montag aus Protest gegen eine höhere Straßenmaut in Streik getreten. Aktionen wurden aus St. Petersburg, aus Tatarstan, aus mehreren Regionen in Sibirien wie im Fernen Osten des Landes gemeldet. Entlang vieler Fernstraßen reihten sich die abgestellten Lastwagen. Die russische Vereinigung der Fuhrunternehmer rechnete mit 10.000 Streikenden.

Der Verband fordert, dass die 2016 eingeführte Lastwagenmaut auf Fernstraßen wieder abgeschafft wird.

Im Besitz des Freundes

Wegen des drohenden Unmuts der Lkw-Fahrer beschloss die russische Regierung vorige Woche, die Maut ab Mitte April nicht zu verdoppeln, sondern nur um ein Viertel anzuheben. Im Herbst 2015 hatte eine erste Protestwelle die Regierung gezwungen, die Einführung des "Platon" genannten Mautsystems zu verschieben. Der russische Staat will das Geld angeblich in den Straßenbau stecken.

Fuhrunternehmen in Russland sind meist Kleinbetriebe mit nur ein oder zwei Lastwagen. Die Unternehmer rechnen vor, dass die Maut ihre Arbeit unrentabel macht. Besonders ärgert die Branche, dass "Platon" vom Sohn eines engen Freundes von Präsident Wladimir Putin betrieben wird, vom Geschäftsmann Igor Rotenberg. (APA, 27.3.2017)

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