Promotion - entgeltliche Einschaltung

Noch immer zu wenige Frauen an der Spitze

28. März 2017, 16:31

Frauen sind in allen Bereichen des Gesundheitswesens
traditionell sehr gut vertreten. Doch die Zahl der
weiblich besetzten Führungspositionen ist im Verhältnis
dazu noch immer ernüchternd gering.

Ob in der Gesundheitsversorgung, in der Pharmabranche oder im Bereich Life Sciences: Eine aktuelle Umfrage von Pricewaterhouse Coopers (PwC) zeigt, dass Frauen in allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft gut vertreten sind –meist nur nicht auf der Führungsebene. In Deutschland wird beispielsweise nur jede dritte Führungsposition von einer Frau besetzt – und das, obwohl rund drei Viertel aller Studierenden mit Schwerpunkt Gesundheitsökonomie weiblich sind, wie Corinna Friedl und Sevilay Huesman-Koecke, Expertinnen bei PwC im Bereich Gesundheitswesen und Pharma, zu Beginn der Umfrage hervorheben."Angesichts der relativ hohen Beschäftigungsquote von Frauen im Bereich der Gesundheitswirtschaft sind die Ergebnisse unserer Untersuchung ernüchternd: Zwar zeichnen sich leitende Funktionen ab, die vorwiegend in weiblicher Hand liegen, jedoch umfassen diese meist nur das mittlere Management. Auf Topmanagement-Ebene scheint die Situation mit einem Frauenanteil von nur fünfzehn Prozent äußerst bedenklich."Vor diesem Hintergrund haben Corinna Friedl und Sevilay Huesman-Koecke eine Initiative gegründet, die sich "women&healthcare– Frauennetzwerk für Branchenwissen und Karriere" nennt. Das branchenspezifische Netzwerk soll weiblichen Führungspersönlichkeiten von heute und morgen ermöglichen, Kontakte zu knüpfen, sich über Sektorengrenzen hinweg auszutauschen und vor allem Einfluss auf den Gesundheitssektor und die Unternehmen zu verstärken, wie die beiden PwC-Expertinnen betonen.

Generation Y: Veränderungen spürbar

Auch wenn die Anzahl von Chefsesseln in Frauenhand noch ein anderes Bild zeichnet, so zeigen sich die gesellschaftlichen Veränderungen bereits. Der ehemals enorme Konkurrenzkampf junger Ärztinnen mit ihren männlichen Kollegen während der Klinikausbildung werde geringer,betonten Vertreterinnen der Ärztinnen Österreichs im vergangenen Jahr auf einer Pressekonferenz in Wien. Anlass war der bevorstehende Welt-Ärztinnenkongress im Juli 2016 in der österreichischen Bundeshauptstadt. Die GenerationY sei anders aufgewachsen als noch ihre Eltern. Sie stelle aber auch andere, nämlich höhere Ansprüche an das Arbeitsleben, an die Ausbildung und die Work-Life-Balance. Immerhin 30 Prozent der Führungspositionen im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) sind mittlerweile mit Frauen besetzt. Auf der nächst unteren Ebene,bei den Ärzten in Ausbildung, dominieren zu einem guten Teil bereits die Frauen. Was jedoch bleibt, ist die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, denn die ärztliche Ausbildung spielt sich oftmals in jenem Lebensalter ab, indem die Familiengründung zunehmend in den Mittelpunkt rückt.

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    foto: istock.com/poba
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