Le Pen muss wieder im Ausland um Kredite betteln

27. März 2017, 13:54
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Finanzierung der Kampagne der Rechtsextremistin ist noch nicht komplett gesichert

Paris – Die Präsidentschaftskandidatin des rechtsextremen Front National in Frankreich hat den Banken des Landes abermals vorgeworfen, ihr Kredite für den Wahlkampf zu verweigern. Die Finanzierung ihrer Kampagne sei noch nicht komplett gesichert, sagte Marine Le Pen am Montag dem Rundfunksender Europe 1. Deswegen bemühe sie sich um einen Kredit einer ausländischen Bank.

Le Pen war in der vergangenen Woche in Russland und wurde dort auch von Präsident Wladimir Putin empfangen. Sie erhalte aber keine finanzielle Unterstützung von Russland oder einem russischen Finanzinstitut, sagte Le Pen. Für sie gebe es aber keine Alternative als im Ausland Geldgeber zu suchen. "Was bleibt mir übrig? (...) Die französischen Banken haben allen Präsidentschaftskandidaten Kredite gewährt – außer mir."

Die Société Générale erklärte, sie vergebe keine Kredite an politische Parteien. Die anderen großen Banken Frankreichs lehnten eine Stellungnahme ab. 2014 war bekanntgeworden, dass der Front National ein Darlehen von neun Millionen Euro von einem russischen Kreditgeber erhielt. Seit den Vorwürfen von US-Geheimdiensten, dass sich Russland mit Hackerangriffen in die US-Wahl einmischte, hat das Thema eine neue Brisanz. Russland bestreitet die Vorwürfe. Umfragen zufolge dürfte Le Pen bei der Abstimmung am 22. April zwar in die Stichwahl kommen, dort aber gegen den unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron verlieren. (APA, 27.3.2017)

  • Rechts im Bild: Marine Le Pen, Tochter des Parteigründers Jean-Marie.
    foto: afp photo / alain jocard

    Rechts im Bild: Marine Le Pen, Tochter des Parteigründers Jean-Marie.

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