Mexiko: Leichen mit Handschellen in Massengrab der Behörden gefunden

27. März 2017, 12:04
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49 Leichen im Bundesstaat Morelos entdeckt

Mexiko-Stadt – Forensik-Experten haben in einem Massengrab der Staatsanwaltschaft im mexikanischen Bundesstaat Morelos 49 Leichen gefunden. Dies meldeten Medien am Sonntag (Ortszeit). Anders als bei Gräbern von Opfern der organisierten Kriminalität in Mexiko handelt es sich hier um ein offizielles Massengrab.

Die Leichen wurden den Berichten zufolge unsystematisch beigesetzt. Dabei wurde nicht auf Möglichkeiten für eine spätere Identifizierung geachtet. Die Staatsanwaltschaft hatte die Überreste von 38 Menschen in dem Grab vermutet, berichtete die Zeitung "Milenio". Einige der Toten trugen dem Sender Televisa zufolge noch Handschellen. Die mexikanische Menschenrechtskommission und Opferverbände waren als Beobachter anwesend.

Nicht das erste Massengrab

Die Suche nach weiteren Leichen solle noch bis Dienstag fortgesetzt werden, sagte Staatsanwalt Javier Perez. Die Toten sollen dann aufs Neue mit "Würde und Respekt" auf einem Friedhof beigesetzt werden, fügte er hinzu. Schon 2012 war in Morelo ein solches Massengrab der Behörden untersucht worden. Damals fanden die Experten 120 Leichen. (APA, 27.3.2017)

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