KAC schießt sich in eigener Halle ins Finale

Video26. März 2017, 16:25
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Ungefährdeter Erfolg entscheidet Serie 4:2 – "Haben gegen die bessere Mannschaft verloren"

Klagenfurt – Der KAC steht erstmals seit vier Jahren wieder im Finale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Die Klagenfurter besiegten am Sonntag zu Hause Red Bull Salzburg mit 4:0 und entschieden die "best of seven"-Halbfinalserie mit 4:2 für sich. Der KAC trifft nun im Finale auf die Vienna Capitals, Spiel eins der "best of seven"-Serie steigt am Freitag (20.15 Uhr) in Wien.

Der KAC vollendete vor fast 5.000 Zuschauern mit starker Leistung das Comeback. Titelverteidiger Salzburg hatte die ersten zwei Spiele jeweils mit 4:1 für sich entschieden, doch zum siebenten Mal in der 19-jährigen EBEL-Geschichte schlug eine Mannschaft mit vier Siegen in Folge zurück.

Geier im Powerplay

In der Klagenfurter Stadthalle waren die Roten Bullen im ersten Drittel das etwas bessere Team, die Kärntner hielten aber mit schonungslosem Einsatz (13 geblockte Schüsse) dagegen. Zu Beginn des Mitteldrittels spielten die Rotjacken dann eine ihrer Stärken in dieser Serie aus: der KAC verwertete sein erstes Powerplay zur Führung, als Manuel Geier aus der Drehung ins Kreuzeck traf (22.).

Mit der Sicherheit der Führung, aggressivem Spiel und starkem Forechecking übernahmen die Gastgeber immer mehr das Kommando und schafften in der 47. Minute die Vorentscheidung. Ziga Pance traf im zweiten Versuch zum 2:0. Mit einer Ausnahme hatte der Rekordmeister danach die Partie sicher im Griff, Jamie Lundmark setzte mit einem Doppelpack innerhalb von 59 Sekunden (54./PP, 55.) den Schlusspunkt.

Finale

Nun stehen sich zum dritten Mal in der Geschichte der EBEL (seit 2003/04) der KAC und die Vienna Caps im Finale gegenüber. 2004/05 gewannen die Caps die Endspielserie mit 4:3-Siegen und holten erstmals seit 43 Jahren wieder den Titel nach Wien. Trainer beim bisher einzigen Meistertitel der Clubgeschichte war Jim Boni, Kapitän der aktuelle KAC-Sportdirektor Dieter Kalt. 2012/13 machten die Kärntner im Finale mit 4:0-Siegen kurzen Prozess und feierten ihren 30. und bisher letzten Meistertitel.

Salzburg verpasste erstmals seit vier Jahren den Finaleinzug und auch die Chance, erstmals in der EBEL-Geschichte den Titel-Hattrick zu schaffen. (APA, 26.3.2017)

Ergebnis der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) vom Sonntag – Halbfinale (best of seven), 6. Spiel:

KAC – Red Bull Salzburg 4:0 (0:0,1:0,3:0). Klagenfurt, 4.945.
Tore: M. Geier (22./PP), Pance (47.), Lundmark (54./PP, 55.).
Strafminuten: 6 plus 10 Disziplinar Lundmark bzw. 8.

Endstand in der Serie: KAC – Red Bull Salzburg 4:2

Stimmen

Mike Pellegrims (Trainer KAC – in Sky): "Salzburg war im ersten Drittel besser. Wir haben darüber geredet und die Jungs haben das im zweiten Drittel gut umgesetzt. Wir sind ruhig geblieben nach den ersten zwei Spielen. Danach sind wir besser geworden. Die Special-Teams haben den Unterschied gebracht. Kein Statement zu Wien."

Greg Poss (Trainer Salzburg): "Wir haben heute gegen die bessere Mannschaft verloren. Im ersten Abschnitt waren wir noch gleichauf, aber danach hatten die Klagenfurter mehr Spielanteile als wir. Es soll keine Ausrede sein, aber es haben sehr viele Spieler versucht, mit Verletzungen zu spielen, aber insgesamt haben wir es nicht mehr geschafft, die entsprechende Leistung zu bringen. Der entscheidende Moment war das dritte Spiel, das wir zuhause unglücklich mit 2:3 verloren haben, obwohl wir Möglichkeiten hatten, das Spiel für uns zu entscheiden. Danach sind wir nicht mehr zurückgekommen."

Serge Aubin (Trainer Vienna Capitals): "Es wird ein intensives Finale. Beide Mannschaften zeigen richtig gutes Eishockey. Der KAC hat ein schnelles Team und sie spielen derzeit mit sehr viel Selbstvertrauen. Wir sind bereit für eine lange und harte Finalserie. Wir müssen sicherlich unser bestes Hockey auf das Eis bringen."

  • Der KAC ist durch.
    foto: apa/gert eggenberger

    Der KAC ist durch.

  • Und freut sich.
    foto: apa/gert eggenberger

    Und freut sich.

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