Rettungsplan für Modehaus Stefanel steht

26. März 2017, 14:45
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Private-Equity-Fonds Oxy und britische Finanzgruppe Attestor übernehmen 75 Prozent am börsennotierten Konzern

Rom – Der krisengeschüttelte italienische Modekonzern Stefanel soll nach einer Kapitalaufstockung im September neu starten. Abgesegnet wurde ein Rettungsplan, demnach der Private-Equity-Fonds Oxy und die britische Finanzgruppe Attestor eine 75-Prozent-Mehrheit an Stefanel übernehmen, berichteten italienische Medien. Der Anteil der Gründerfamilie Stefanel schrumpft auf zehn Prozent.

Zehn Millionen Euro stellt Attestor sofort zur Verfügung, um die Liquiditätsengpässe beim Modehaus abzuwenden. Um dem Unternehmen eine Zukunft zu sichern, wird Oxy Stefanel 12,5 Mio. Euro Finanzierungen sichern, auch die Gläubigerbanken werden dem Konzern denselben Betrag zufließen lassen. Der an der Mailänder Börse notierte Konzern ist bei mehreren Banken, darunter der Bank Austria-Mutter UniCredit, verschuldet.

Filialschließungen

Stefanel wird im Zuge eines Rationalisierungsplans Filialen in Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland sowie 40 Monomarken-Shops in Italien schließen. Derzeit kontrolliert Stefanel 400 Shops und zählt 1.000 Mitarbeiter.

Der Konzern will in Multimarken-Shops mehr Umsatz generieren. Personalkürzungen sind nicht vorgesehen. Die Produktqualität soll gesteigert werden. Stefanel will sich aus dem billigeren Marktsegment herausziehen, das von Kolossen wie Zata und H&M dominiert wird.

Seit 2013 ist Stefanel auf Talfahrt. Mehrere Shops mussten geschlossen werden. Die Lage hat sich 2016 verschlechtert. Die Verschuldung liegt bei 85,4 Millionen Euro. (APA, 26.3.2017)

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