Sorge vor Eskalation nach Ermordung von Hamas-Anführer in Gaza

    26. März 2017, 10:25
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    Israels Armee habe ihre Truppen auf eine mögliche Reaktion der Hamas vorbereitet – Hamas schloss Grenzübergang nach Israel aus "Sicherheitsgründen"

    Gaza – Nach der Ermordung eines ranghohen Mitglieds der im Gazastreifen herrschenden Hamas wächst die Sorge vor einer neuen Eskalation der Gewalt. Die Hamas habe den Grenzübergang nach Israel aus "Sicherheitsgründen" bis auf weiteres geschlossen, berichteten israelische Medien am Sonntag.

    Israels Armee habe ihre Truppen auf eine mögliche Reaktion der Hamas auf den Anschlag auf Mazen Faqha vorbereitet, hieß es im israelischen Rundfunk. Eine Armeesprecherin wollte sich zu den Berichten nicht äußern.

    Faqha war am Freitagabend in der Nähe seines Hauses von Unbekannten mit einer Schusswaffe mit Schalldämpfer getötet worden. Die Hamas und andere militante Gruppierungen machen Israel dafür verantwortlich. Das führende Mitglied des militärischen Hamas-Arms war 2011 im Rahmen eines Gefangenenaustausches mit Israel freigelassen worden. Faqha war 2002 an einem Anschlag beteiligt gewesen, bei dem neun Israelis getötet wurden.

    Am Samstag nahmen Tausende Palästinenser am Begräbnis des Hamas-Mitglieds teil. Mitglieder der militanten Gruppierungen forderten Rache an Israel. Auch die Fatah des Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas verurteilte den Mord an Faqha. (APA, 26.3.2017)

    • Hamas-Anhänger demonstrieren.
      foto: apa/afp/jaafar ashtiyeh

      Hamas-Anhänger demonstrieren.

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