Online-Amtshelfer feiert heuer 20-jähriges Bestehen

26. März 2017, 09:13
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Mehr als 55 Millionen Seitenaufrufe im Vorjahr – Duzdar: 575 rund um die Uhr geöffnete Amtsschalter wären dafür nötig gewesen

Der Online-Amtshelfer help.gv.at. feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Bürger bekommen damit Informationen zu Verwaltung, Gesetzen und Behördenwegen und können Formulare herunterladen. Im Vorjahr verzeichnete die Seite mit mehr als 55 Millionen Aufrufen (plus 7,5 Millionen im Vergleich zu 2015) und über 19 Millionen Besuchern zum dritten Mal in Folge ein Rekordergebnis.

Ersparnis für Behörden

Statistisch gesehen heißt das, dass jede Österreicherin und jeder Österreicher mehr als zweimal das Angebot von help.gv genutzt hat. Über 12 Millionen Seitenaufrufe kamen über Handy oder Tablet, das ist eine Steigerung um fast 50 Prozent gegenüber 2015. Die zuständige Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) verwies nicht nur darauf, dass sich damit nicht nur die Bürger oft den Weg zum Amt ersparen, sondern auch auf die Einsparungen für die Behörden: "Für die durchschnittlich 1,7 Millionen Besucherinnen und Besucher pro Monat wären 575 rund um die Uhr geöffnete Amtsschalter notwendig gewesen, um die Informationen in 15-minütigen Terminen bereitzustellen."

Der positive Trend sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass immer mehr und immer konkretere Lebenssituationen aufbereitet werden und Informationen dazu abrufbar sind. Das größte Interesse fanden im vergangenen Jahr die Informationsseiten zu Geburt, Kfz, Erben, Führerschein und – aufgrund der besonderen Situation des Vorjahres – das Thema Wahlen.

Ausbau in Arbeit

Im 20. Jahr seines Bestehens wird help.gv heuer weiter ausgebaut. Neben einem moderneren Design wird der Schwerpunkt auf dem sukzessiven Ausbau von regionalisierten und personalisierten Services und Inhalten im angemeldeten Bereich (MyHELP) liegen. Dazu zählt unter anderem die Integration von Anwendungen wie Meldebestätigung, Zentrales Waffenregister, Strafregisterbescheinigung, Transparenzportal usw., die mittels Single Sign On mit Bürgerkarte oder Handysignatur genutzt werden können. Im angemeldeten Bereich werden auch die Behörden und die zur Verfügung stehendenden Formulare der eigenen Gemeinde auf einen Blick angezeigt.

Auch das Schwesterportal für Unternehmen (USP.gv.at) verzeichnete 2016 das bisher beste Ergebnis seit seinem Bestehen. Mehr als 2,9 Millionen Besucher machen eine Steigerung um 16 Prozent gegenüber 2015 aus. Die am häufigsten abgefragten Unternehmensthemen waren hier Umsatzsteuer, Online-Verfahren, Firmenbuch, Gewerbe, Betriebseinnahmen und -ausgaben. (APA, 26.03.2017)

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