Philippinische Truppen befreien von Extremisten entführten Kapitän

    25. März 2017, 17:11
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    Maschinist des gekaperten Frachters blieb verschwunden

    Manila – Philippinische Spezialeinheiten haben am Samstag einen Kapitän befreit, der zwei Tage zuvor von der islamistischen Separatistentruppe Abu Sayyaf entführt worden war. "Der Kapitän wurde von den Entführern überhastet zurückgelassen, die von unseren Bodentruppen verfolgt wurden", sagte Oberst Juvymax Uy, der Kommandant einer Anti-Terror-Einheit, in Manila.

    Dies sei bei Basakan in der Südprovinz Basilan geschehen. Die Islamisten hatten am Donnerstag den Frachter "Super Shuttle RORO 9" vor Basilan im Süden der Philippinen gekapert und den Kapitän sowie seinen Maschinisten entführt. Der Maschinist blieb verschwunden. Die 40 anderen Männer der Besatzung blieben unversehrt und setzten die Fahrt mit dem Schiff nach Mindanao fort. Erst wenige Stunden zuvor hatten Regierungstruppen auf der Philippinen-Insel Pata zwei Männer aus den Händen der Abu Sayyaf befreit, die acht Monaten zuvor in Malaysia verschleppt worden waren.

    Die von islamistischen Afghanistan-Veteranen gegründete Abu Sayyaf finanziert ihren Kampf für einen islamischen Staat auf den Philippinen auch mit Entführungen und Erpressungen. Im Februar ermordeten sie einen deutschen Segler nach fast vier Monaten Geiselhaft, weil kein Lösegeld gezahlt worden war. Schätzungen zufolge hat die Miliz derzeit mehr als 30 Geiseln in ihrer Gewalt. (APA, 25.3.2017)

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