KAC nach 4:3-Overtime-Sieg in Salzburg vor Finaleinzug

Video24. März 2017, 22:59
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Klagenfurter können die "best of seven"-Serie bereits am Sonntag mit einem Heimsieg entscheiden

Salzburg – Österreichs Eishockey-Rekordmeister KAC steht vor dem EBEL-Finaleinzug. Die Klagenfurter feierten am Freitagabend einen 4:3-Overtime-Sieg beim Titelverteidiger in Salzburg und stellten damit in der "best of seven"-Serie nach 0:2-Rückstand auf 3:2. Bereits am Sonntag können die Kärntner vor eigenem Publikum mit einem weiteren Sieg in die Finalserie einziehen, in der die Vienna Capitals warten.

Der KAC spielte im mit 3.400 Zuschauern ausverkauften Volksgarten von Beginn weg extrem druckvoll und ging in der zwölften Minute verdient in Führung. Der Ex-Salzburger Marco Bruckner bezwang mit seinem ersten Play-off-Tor Bernhard Starkbaum. Der Red-Bulls-Goalie machte bei diesem Treffer keine gute Figur, verhinderte aber davor und danach einen noch höheren Rückstand der Gastgeber.

Salzburg hatte dann zu Beginn des Mittelabschnitts eine 1:18-minütige 5:3-Überzahl, gab während dieser Phase aber keinen einzigen Torschuss ab. Erst in der 36. Minute glückte Ryan Duncan per Abstauber mit seinem vierten Play-off-Treffer der Ausgleich für den Titelverteidiger (36.). Doch nicht einmal drei Minuten später ging der KAC durch einen Weitschuss von Steven Strong neuerlich in Front (39.).

Das Schlussdrittel begann nach mehrminütiger Verspätung wegen einer defekten Bandentüre mit Dauerdruck der Salzburger, die aber nur selten gefährlich wurden. Im Gegensatz zu den Gästen, die durch Mark Popovic eine weitere Topchance hatten (48.), bei der sich Starkbaum zum wiederholten Mal an diesem Abend auszeichnete. Wenig später scheiterte dann auf der Gegenseite Thomas Raffl zweimal aus kürzester Distanz am ebenfalls in Hochform agierenden KAC-Goalie David Madlener.

Beim 2:2-Ausgleich durch Bill Thomas im Powerplay war aber auch der Schlussmann der Klagenfurter machtlos, weil ihm beim Schuss ins kurze Eck die Sicht verstellt war (55.). Die Antwort der Gäste folgte nur dreieinhalb Minuten später, als Jamie Lundmark in Überzahl die neuerliche KAC-Führung besorgte (58.). Salzburg musste deshalb im Finish alles auf eine Karte setzen, nahm Starkbaum vom Eis und wurde für dieses Risiko 17 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit mit dem Ausgleich durch Duncan belohnt (60.).

In der Verlängerung gab es zunächst hochkarätige Chancen auf beiden Seiten, die von den Goalies Starkbaum (insgesamt 36 saves) bzw. Madlender (32) entschärft wurden, ehe Ziga Pance zum Matchwinner avancierte. Der 28-jährige Slowene wurde im Powerplay ideal von Thomas Koch bedient und sorgte nach 6:43 Minuten der Overtime für den "sudden death" der Salzburger (67.). (APA; 24..32017)

Play-off-Ergebnis der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) vom Freitag – Halbfinale ("best of seven"), fünftes Spiel:

Red Bull Salzburg – KAC 3:4 n.V. (0:1,1:1,2:1/0:1)
Salzburg, 3.400.

Tore: Duncan (36., 60.), Thomas (55./PP) bzw. Brucker (12.), Strong (39.), Lundmark (58./PP), Pance (67./PP). Strafminuten: 6 bzw. 8.

Stand in der Serie: 2:3. Nächstes Spiel am Sonntag (14.00 Uhr) in Klagenfurt.

  • Stimmen:

Greg Poss (Head Coach Salzburg): "Wir haben erst im letzten Drittel richtig angefangen, unser Spiel zu spielen. So hätten wir von Beginn an spielen müssen bzw. müssen das nun in Klagenfurt beim sechsten Spiel machen. Wir waren zuerst zu kompliziert, müssen wieder einfacher spielen. Nun geht es also gegen das Serienende. Da muss jeder seinen Job machen, aber wir müssen auch als Mannschaft auftreten und alles aus uns rausholen."

Mike Pellegrims (Head Coach KAC): "Wir waren heute von Anfang an gut fokussiert, so müssen wir weitermachen. Wir waren immer zuerst an der Scheibe, das wollten wir auch so machen."

  • Der KAC erspielt sich in Salzburg den ersten Matchball.
    foto: apa/hackl

    Der KAC erspielt sich in Salzburg den ersten Matchball.

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