Versicherer verklagen Saudi-Arabien wegen Anschlägen von 9/11

24. März 2017, 20:24
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Königreich und nahestehende Stiftung sollen Angriffe der Al-Kaida erst ermöglicht haben

New York/Riad – Mehrere große Versicherer haben einen neuen Anlauf unternommen, Saudi-Arabien wegen der Anschläge vom 11. September 2001 auf sechs Milliarden Dollar (5,56 Mrd. Euro) zu verklagen.

Liberty Mutual, Safeco, Wausau und andere Konzerne werfen dem Königreich und einer ihm nahestehenden Stiftung vor, mit Geldern und anderer Unterstützung die Angriffe der Al-Kaida auf das World Trade Center und andere Ziele 2001 erst ermöglicht zu haben.

Eine Stellungnahme der Regierung in Riad und der Stiftung lag am Freitag nicht vor. Saudi-Arabien hat wiederholt eine Verwicklung in die Anschläge zurückgewiesen. Damals starben fast 3000 Menschen.

Die Klageschrift war am späten Donnerstag bei einem Bundesbezirksgericht in Manhattan eingereicht worden. Ein früherer Anlauf der Versicherer war im September 2015 zurückgewiesen worden. Saudi-Arabien genoss in den USA lange Zeit Immunität, was die Anschläge angeht. Allerdings erließ der US-Kongress 2016 trotz eines Vetos des damaligen Präsidenten Barack Obama ein Gesetz, das Klagen ermöglicht. (APA/Reuters, 24.3.2017)

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