Unimarkt schreibt nach Zielpunkt-Pleite wieder schwarze Zahlen

24. März 2017, 11:45
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Umsatz stabil bei 215 Mio. Euro – "Etwa wieder auf dem Stand vor Zielpunkt"

Traun/Wien – Die Supermarktkette Unimarkt hat die Pleite des Schwesterunternehmens Zielpunkt offenbar gut überstanden. Im Geschäftsjahr 2015/16 hielt das Unternehmen den Umsatz mit 215 Mio. Euro stabil und kehrte in die Gewinnzone zurück: Der Ertrag wurde von minus 217.000 auf plus 637.000 Euro gedreht, berichtete "Die Presse". Heuer soll es weiter bergauf gehen.

Das laufende Geschäftsjahr 2016/17 ist das erste vollständige nach der Zielpunkt-Pleite. "Derzeit sind wir beim Umsatz sieben Prozent über dem Vorjahr", sagte Unimarkt-Geschäftsführer Andreas Haider. Der Gewinn habe sich in ähnlichem Ausmaß verbessert. "Die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit von Zielpunkt zeigt sich immer klarer. Wir sind jetzt etwa wieder auf dem Stand vor Zielpunkt."

Haider sieht die Gründe für die positive Entwicklung einerseits in einem erfreulicheren konjunkturellen Umfeld und andererseits in einer besseren Positionierung des Unternehmens. "Wir haben uns stark auf unseren Auftritt, unsere Preispolitik, auf Frische und Regionalität konzentriert." Die Restrukturierung sei gut gelungen, wenn auch noch nicht ganz abgeschlossen.

Das jüngste Kind, der Online-Vertrieb, wächst zwar beständig und stark, das Niveau ist aber noch niedrig und das Geschäft nicht profitabel. "Wir machen pro Monat ein Drittel mehr Umsatz als im jeweiligen Vergleichsmonat davor", dennoch werde man noch viel in die Entwicklung stecken müssen, räumte Haider ein.

Die Pfeiffer Handelsgruppe ist nach der Zielpunkt-Pleite und dem Verkauf von C+C Pfeiffer auf rund ein Drittel geschrumpft und hat sich in Unimarkt-Gruppe umbenannt. Unimarkt übernahm sechs Standorte von der insolventen Schwester – drei in der Steiermark und drei im Burgenland, wo Unimarkt vorher noch nicht vertreten war. Darüber hinaus gibt es Geschäfte in Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und Kärnten. Die Zahl der Standorte ist von 125 Anfang 2016 auf derzeit 131 gewachsen. Zwei bis drei weitere sollen pro Jahr dazukommen, plant der Unimarkt-Geschäftsführer. (APA, 24.3.2017)

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