US-Senat erlaubt Providern, Browser-Verlauf der Nutzer zu verkaufen

24. März 2017, 10:47
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Regeln der Telekombehörde FCC wurden gestrichen, jetzt nur noch Abstimmung im Repräsentantenhaus nötig

Der US-Senat hat Regeln der Telekombehörde FCC, die den Datenschutz für User gewährleisten sollen, für ungültig erklärt. Stimmt auch das Repräsentantenhaus zu, können Internetprovider künftig den Browserverlauf von Nutzern verkaufen oder für gezielte Werbung nutzen. "Es handelt sich hierbei um einen direkten Angriff auf den Konsumenten- und Datenschutz", warnte der US-Senator Richard Blumenthal (Demokraten). Die Telekombranche lobbyierte seit Monaten für eine Kehrtwende der FCC.

"Schlechte Nachrichten für Konsumenten"

Die Telekombehörde muss nun – falls das Repräsentantenhaus die alte Regel ebenfalls kippt – neue Vorgaben formulieren. Dabei ist zu vermuten, dass Daten zu Kindern oder der Gesundheit von Usern weiterhin besonders geschützt werden. Der allgemeine Browserverlauf wäre aber für Verkäufe oder Werbung nutzbar. "Es handelt sich um einfach nur schlechte Nachrichten für Konsumenten", kommentiert TheVerge. (red, 24.3.2017)

  • US-Provider dürfen bald den Browser-Verlauf der Nutzer für kommerzielle Zwecke verwenden
    foto: reuters/sagolj

    US-Provider dürfen bald den Browser-Verlauf der Nutzer für kommerzielle Zwecke verwenden

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