Autonomics: Solid-eingängiger US-Garagenrock

23. März 2017, 16:33
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Das Powertrio aus Oregon absolviert eine Österreich-Tournee

Portland ist eine Hipster-Kapitale mit vielen lokalen Bierbrauereien. Nicht nur deswegen war und ist die Metropole im Nordwesten der USA auch ein guter Nährboden für Rockbands: Von den 1960ern mit Paul Revere & The Raiders und The Kingsmen bis in die 1970er und 1980er mit The Wipers und Dead Moon sowie in jüngerer Zeit Poison Idea, Modest Mouse, den Dandy Warhols, Sleater-Kinney, Everclear, The Shins, Radiation City und einigen mehr.

foto: margaret jacobsen
Dan Pantenburg sowie die Zwillinge Evan und Vaughn Leikam sind die Autonomics.

Etwa die Autonomics, ein Powertrio, das ursprünglich in Oregon City zusammenfand, aber seit gut sieben Jahren von Portland aus operiert und in der nächsten Zeit auch ausgiebig in Österreich Station machen wird, um die neue Platte live vorzustellen.

Sänger und Gitarrist Dan Pantenburg sowie die Zwillinge Evan (Schlagzeug) und Vaughn Leikam (Bass) kennen sich bereits seit der gemeinsamen Schulzeit, während der die drei Buben vor allem ausgiebig jammten und Metallica-Songs coverten.

2008 ging dann die erste Autonomics-Show über die Bühne, die bluesigen Elemente des (früheren) Sounds verschwanden sukzessive, eine EP und ein Album folgten, die das Trio eher in der fuzzlastigen Garagenrocktradition verorten. Ein treibender, energetischer Sound mit Sinn für Ohrwürmer, eingängige Melodien und Riffs – wie etwa in der neuen, an Weezer erinnernden Single Superfuzz. Die ist die erste Auskopplung aus dem soeben erschienenen neuen Album Debt Sounds. Letzteres eine Anspielung auf den Beach-Boys-Klassiker Pet Sounds.

autonomics

Ansonsten richten es sich die Autonomics bequem zwischen flottem Powerpop und grungigem Lo-Fi-Punk ein. Das lässt an eine andere zeitgenössische Portland-Combo, The Thermals, denken.

Das aktuelle Album wurde übrigens vom Österreicher Dominik-Lukas Schmidt (der schon für Giantree und Thanks den Sound einrichtete) in seinem Studio in Portland produziert. Die Texte sind – wie es sich für den Sound gehört – meist ziemlich düster und thematisieren oft Beziehungswirrwarr. (dog, 23.3.2017)

  • 24. 3. Ebensee, Kino Ebensee
  • 25. 3. Wien, Sinnesrauschen-Festival / Haus der Musik
  • 28. 3. Graz, PPC
  • 3. 4. Innsbruck, Weekender
  • 20. 4. Linz, Stadtwerkstatt
  • 21. 4. Neusserling, Noppen-Air-Festival
  • 22. 4. Dornbirn, Spielboden
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