Zunehmender Protektionismus würde Deutschland hart treffen

23. März 2017, 13:34
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Moody's bewertet Deutschlands Finanzkraft "sehr hoch", Bonität bleibt auf Bestnote "Aaa"

Berlin – Deutschland drohen der Ratingagentur Moody's zufolge bei einem weltweit wachsenden Protektionismus wirtschaftliche Risiken. Solche Abschottungstendenzen könnten durch die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und das Brexit-Votum Großbritanniens für einen EU-Austritt "unter Umständen losgetreten werden", heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichen Länderbericht.

Kurzfristig seien die möglichen Brexit-Folgen aber begrenzt, da die deutsche Exportwirtschaft breit aufgestellt sei. Warenexporte nach Großbritannien machten nur rund sieben Prozent der gesamten deutschen Ausfuhren und etwa drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus.

Moody's bewertet die Bonität Deutschlands mit der Bestnote "Aaa". Der Ausblick sei "stabil", die Finanzkraft "sehr hoch". "Deutschland erfreut sich eines hohen Maßes an Vertrauen vonseiten der Investoren sowie niedriger Finanzierungskosten", sagte Moody's-Experte Simon Griffin. "Die deutsche Volkswirtschaft wird auch in Zukunft ein relativ kräftiges, hauptsächlich durch eine starke Inlandsnachfrage getriebenes Wachstum verzeichnen, das sich zudem auf hohe Beschäftigungszahlen stützt." Für heuer werde ein Wachstum von 1,6 Prozent erwartet, nachdem es 2016 1,9 Prozent waren. (Reuters, 23.3.2017)

  • Importzölle und andere Handelsbarrieren würden den Exportweltmeister Deutschland stark belasten.
    foto: apa/dpa

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