Vorlesen: Warum es gut ist, wenn Kinder sich etwas anhören dürfen

23. März 2017, 13:04
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Wenn Kindern individuell vorgelesen wird, lernen sie später leichter lesen und schreiben. Das zeigt einmal mehr eine Studie

Kaiserslautern – Regelmäßiges gemeinsames Lesen mit den Eltern hilft schon Kindergartenkindern – und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen entwickelten die Kinder einen reicheren Wortschatz, berichten Psychologen der Technischen Universität Kaiserslautern in "Frontiers in Psychology". Zum anderen machten sie sich mit den Buchstaben und deren Rolle vertraut.

Individuelles Vorlesen wichtig

Das wird als eine wichtige Voraussetzung zum späteren Lesen- und Schreibenlernen gesehen. Wer schon vor dem Schulbeginn erste Fertigkeiten aufbaue, profitiere langfristig davon, erklärte Mit-Autor Thomas Lachmann, Professor für Kognitive und Entwicklungspsychologie.

"Kinder, denen im Vorschulalter regelmäßig individuell vorgelesen wird, haben deshalb von Beginn an einen Vorteil." Für die Studie wurden vier Gruppen von Kindergartenkindern untersucht. Bei den Gruppen mit Vorlese-Maßnahmen nahm zum einen der Wortschatz zu, zum anderen konnten die Kinder Buchstaben besser von buchstabenähnlichen Zeichen unterscheiden. (APA, 23.3.2017)

  • Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, entwickeln nachweislich einen reicheren Wortschatz und können eher Buchstaben von anderen Zeichen unterscheiden.
    foto: getty images/istockphoto/monkeybusinessimages

    Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, entwickeln nachweislich einen reicheren Wortschatz und können eher Buchstaben von anderen Zeichen unterscheiden.

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