FPÖ-General Kickl fordert ORF-Twitter-Schulung für Armin Wolf

23. März 2017, 12:08
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Kommentar zu FPÖ-Schulung über Social-Media-Einsatz, "ohne mich strafbar oder klagbar zu machen"

Wien – ""Wie bewege ich mich in sozialen Netzwerken, ohne mich strafbar oder klagbar zu machen": Diese Fähigkeit will ein Stammtisch der FPÖ Anthering am 31. März vermitteln. Armin Wolf fand das auf Twitter "faszinierend" und fragte: "Ist vorstellbar, dass eine Partei ein Training anbietet 'Wie bewege ich mich auf der Straße, ohne mich strafbar oder klagbar zu machen'?". FPÖ-Generalsekretär und -Mediensprecher Herbert Kickl verlangt wegen Wolfs Tweets zum Thema "Schulungen für ORF-Moderatoren".

"Abfällig", findet Kickl

Kickl erklärt seine Anregung an ORF-General Alexander Wrabetz per Aussendung so: "Es geht nicht an, wenn sich ein Vertreter eines öffentlich-rechtlichen Mediums abfällig über eine politische Partei, der er eigentlich in Äquidistanz gegenüberstehen müsste, äußert. Es würde daher durchaus Sinn machen und es wäre in diesem Fall auch keine Verschwendung von ORF-Zwangsgebühren, wenn ORF-Generaldirektor Wrabetz entsprechende Schulungen für ORF-Moderatoren à la Armin Wolf ins Leben riefe."

Wolf ohne ORF

Wolf erweckt bei Kickl nach dessen Worten "auch in seinen Tweets derzeit den Eindruck, dass er eigentlich für seinen Arbeitgeber ORF spricht". Wolf möge sich "sehr genau überlegen", wie er zwischen privat und beruflich "schärfer" unterscheiden könne. Ohne ORF würde Wolf nach Ansicht Kickls "wahrscheinlich nur bei wenigen Menschen irgendein Interesse erwecken". Ohne seine Auftritte in der "ZiB 2" und anderen ORF-Formaten "gäbe es Armin Wolf in der öffentlichen Wahrnehmung de facto eigentlich gar nicht", vermutet der FPÖ-Politiker.

Stammtisch: Der Twitter-Thread des blauen Anstoßes

Mit einem Klick hier: Der lange Thread nach diesem Tweet Armin Wolfs und der Frage: "Ist vorstellbar, dass eine Partei ein Training anbietet 'Wie bewege ich mich auf der Straße, ohne mich strafbar oder klagbar zu machen'?"

(red, 23.3.2017)

  • Armin Wolfs Twitteraccount – mit Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Hintergrund. Der lautet komplett: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen."
    foto: armin wolf / twitter

    Armin Wolfs Twitteraccount – mit Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Hintergrund. Der lautet komplett: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen."

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