Lawrow: Trump und Le Pen sind Realisten

23. März 2017, 11:44
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Russischer Außenminister weist Vorwurf der Einmischung in ausländische Wahlen zurück

Moskau/Washington/Paris – Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den rechtspopulistischen US-Präsidenten Donald Trump und die rechtsextreme französische Front-National-Chefin Marine Le Pen gegen den Vorwurf des Populismus verteidigt. "Ich würde sie Realisten nennen oder auch Globalisierungsgegner", sagte Lawrow am Donnerstag.

Beide seien keine Randfiguren, sondern gehörten zum politischen System ihrer Länder: Trump als gewählter Präsident, Le Pen als Abgeordnete des Europaparlaments. "Ich würde sie nicht Populisten bezeichnen, denn das Wort Populist hat einen negativen Klang", sagte Lawrow bei einer Rede in der russischen Generalstabsakademie. Le Pen ist aussichtsreiche Kandidatin für die erste Runde der französischen Präsidentenwahl.

Vorwürfe zurückgewiesen

In der außenpolitischen Grundsatzrede wies Lawrow Vorwürfe zurück, Moskau mische sich in die Wahl in Frankreich oder die Bundestagswahl in Deutschland im Herbst ein. Das sei frei erfunden, Russland achte die Wahl jedes Staates.

Im Verhältnis zu den USA gebe es derzeit eine Pause, sagte Lawrow der Agentur Interfax zufolge. "Die neue Regierung hat noch nicht alle Führungsposten besetzt." Moskau hatte angesichts der erklärten Russland-Freundlichkeit Trumps erst auf eine rasche Verbesserung der Beziehungen gehofft, wartet nun aber eher ab. (APA, 23.3.2017)

  • US-Präsident Donald Trump.
    foto: reuters/carlos barria

    US-Präsident Donald Trump.

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