Apple erhöht Preise für iPhone-Reparatur deutlich

23. März 2017, 08:34
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Zeitgleich mit Einführung neuer iPads wurden im Apple-Store die Kosten für Akkutausch und Co angehoben

iPhones zu reparieren wird teurer: Apple hat die Kosten dafür um rund zehn Prozent erhöht. Ein eigenverschuldeter Schaden am iPhone 7 Plus schlägt nun mit 400 Euro statt 370 Euro zu Buche, beim iPhone 6s springt der Reparaturpreis von 320 Euro auf 340 Euro. Auch der Austausch eines maroden Displays oder eines defekten Akkus kostet nun bis zu 15 Euro mehr, dazu kommen Versandkosten in Höhe von zwölf Euro.

Warnung vor Drittanbietern

Die Änderungen wurden eingeführt, als Apple neue iPads in seinen Store hinzufügte. Offiziell gab es keine Ankündigung oder Erklärung für die erhöhten Preise.Wie Heise berichtet, warnte Apple zudem davor, Reparaturen von nicht-autorisierten Anbietern durchführen zu lassen. Bei einem Akkutausch könne es dann etwa zu "Sicherheitsproblemen" kommen, so Apple.

Der Schritt sorgt für Ärger bei Nutzern – auch, weil iPhones in den vergangenen Monaten einige Hardware-Fehler aufwiesen. So gab es Berichte über abblätternde Farbe, verbogene Displays oder schwache Akkus.

"Recht auf Reparatur" gefordert

Netzaktivisten kämpfen mittlerweile für ein gesetzliches "Recht auf Reparatur". Sie fordern, dass Konzerne Reparaturhandbücher bereitstellen und Ersatzteile freigeben. Das soll nicht nur der Geldbörse der Nutzer, sondern auch dem Umweltschutz zu Gute kommen. Erwartungsgemäß wehren sich große Konzerne aber vehement gegen eine derartige Regelung. Prominenter Vorkämpfer ist Apple. Die Unternehmen argumentieren etwa mit Sicherheitsbedenken. (red, 23.3.2017)

  • Das Reparieren von iPhones wird teurer
    foto: reuters/munoz

    Das Reparieren von iPhones wird teurer

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