Russland will Geldüberweisungen in die Ukraine einschränken

22. März 2017, 15:17
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Gesetz soll in einem Monat in Kraft treten

Moskau – Russland will Überweisungen in die Ukraine über ausländische Zahlungssysteme einschränken. Das russische Parlament verabschiedete am Mittwoch ein entsprechendes Gesetz, wie die Agentur Interfax meldete. Die Einschränkung betrifft Überweisungen in Länder, die ihrerseits Restriktionen gegen russische Geldtransfersysteme erlassen haben. Das Gesetz soll in einem Monat in Kraft treten.

In der Ukraine ist bereits seit November 2016 die Annahme von Zahlungen aus Russland über russische Systeme verboten.

Mehrere Millionen Gastarbeiter aus der Ukraine senden regelmäßig Geld an die Familien in ihrer Heimat. Nach Angaben der ukrainischen Zentralbank wurden in den ersten drei Quartalen im vergangenen Jahr rund 3,3 Mrd. Dollar (aktuell 3 Mrd. Euro) in die Ukraine überwiesen. Umgerechnet 706 Mio. Euro stammten aus Russland, von denen nur etwa drei Prozent reguläre Banküberweisungen waren. Offizielle Angaben zum vierten Quartal gibt es bis jetzt nicht.

Die seit der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim verfeindeten Nachbarländer überziehen sich gegenseitig mit Boykotten. So gibt es etwa keine direkten Flugverbindungen mehr. Kiew wirft Moskau vor, die prorussischen Separatisten in der Ostukraine mit Waffen und auch regulären Truppen zu unterstützen. Russland weist dies scharf zurück. (APA, 22.3.2017)

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