Target-Kampagne zeigt normale Bikini-Models ohne Photoshop

22. März 2017, 13:28
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Im Gegensatz zur Zara-Werbung werden hier echte Kurven gezeigt

Vor drei Jahren wurde das US-Unternehmen Target für eine Bikini-Kampagne wegen zu viel Photoshop-Bearbeitung noch gerügt, nun ist mit der aktuellen Kampagne #TargetSwim ein positiver Aufreger gelungen.

Die Fotos zeigen Frauen mit mehr oder weniger ausgeprägten Rundungen sowie unterschiedlicher Hautfarbe. Für die Kampagne wurden die Tänzerin Megan Batoon, Skateboarderin Lizzi Armanto, Model und Body-Aktivistin Denise Bidot und die TV-Moderatorin Kamie Crawford engagiert und die Fotos wurden nicht mit Photoshop verfremdet. Damit sind auf den Fotos auch Dehnungsstreifen und Cellulite sichtbar – so wie es bei vielen Frauen eben der Fall ist.

Nicht zu viel Durchschnitt

Das ist wohl gut kalkuliert, denn allzu perfekt sollten die Durchschnittsfrauen nicht sein, wie das Beispiel der deutschen Frauenzeitschrift Brigitte im Jahr 2010 mit dem Projekt "Ohne Models" beweist.

Dort wurde einige Jahre auf Profi-Models verzichtet und auf Amateur-Models gesetzt. Nicht alle waren damit happy – laut Brigitte wurde unter anderem deswegen wieder zu den Profis zurückgekehrt, weil sich die Leserinnen angesichts der hübschen Amateur-Models erst recht unter Druck gesetzt fühlten oder weil die Fotos von "normalen Frauen" zu sehr von der Mode ablenkten. (red, 22.3.2017)


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Kamie Crawford
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Megan Batoon
foto: target
Lizzi Armanto
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Denise Bidot

(red, 22.3.2017)

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