Google: Anzeigen sollen nicht auf extremistischen Seiten erscheinen

21. März 2017, 10:32
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Reaktion auf Proteste von Firmen und der britischen Regierung

Nach Beschwerden von Anzeigenkunden will der Internetkonzern Google künftig verhindern, dass ihre Werbungen auf Webseiten mit extremistischen Inhalten erscheinen. "Wir wissen, dass Anzeigenkunden ihre Werbung nicht neben Inhalten sehen wollen, die mit ihren Werten nicht im Einklang stehen", schrieb der Google-Manager Philipp Schindler am Dienstag auf dem Blog des Unternehmens.

"Ab heute nehmen wir daher eine kompromisslosere Haltung gegenüber hasserfüllten, beleidigenden und herabwürdigenden Inhalten ein"

Firmen sollen demnach eine größere Kontrolle darüber erhalten, wo ihre über Google geschalteten Anzeigen erscheinen. "Ab heute nehmen wir daher eine kompromisslosere Haltung gegenüber hasserfüllten, beleidigenden und herabwürdigenden Inhalten ein", kündigte Schindler an. In den vergangenen Tagen hatten die britische Regierung und bekannte Firmen wie die Kaufhauskette Marks and Spencer und die HSBC-Bank Anzeigen zurückgezogen, die im Internet aufseiten mit extremistischen Inhalten erschienen waren.

Google entschuldigte sich dafür. Der US-Internetkonzern macht einen Großteil seines Geldes mit dem Anzeigengeschäft im Netz. (APA, 21.3. 2017)

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