Handblaudruck soll Weltkulturerbe werden

21. März 2017, 09:56
9 Postings

Österreich, Deutschland, Tschechien, die Slowakei und Ungarn tun sich in Sachen Einreichung zusammen

Wien – Es ist ein Handwerk, das zunehmend in Vergessenheit gerät: Um dem Indigo Handblaudruck dieses Schicksal zu ersparen, hat Österreichs Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Ungarn eine Einreichung für die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes unterzeichnet. Eine Entscheidung wird für 2018 erwartet.

Hierzulande gibt es noch zwei Familienbetriebe, die die Färbetechnik anwenden, nämlich die Blaudruckerei Wagner in Oberösterreich und Koo im Burgenland. Ähnlich sieht es in den Nachbarländern aus, wobei Deutschland mit noch zwölf Werkstätten die höchste Dichte aufweist. "Es ist mir ein Anliegen, das mit dem 'Handwerk' verbundene Wissen und Können weiterzugeben, auch weil ich davon überzeugt bin, dass dieses einen wesentlichen Grundpfeiler für die Innovationskraft Österreichs darstellt", lässt Drozda am Montag in einer Aussendung wissen. Im nationalen Kulturerbe-Verzeichnis scheint der Handblaudruck bereits seit 2010 auf. (APA, 21.3.2017)

  • Auch in Deutschland fertigen nur noch ganz wenige Handwerksbetriebe Blaudrucke nach der ursprünglich aus Indien stammenden Textilveredelungstechnik. Im Bild Thomas Schwinkowski im vogtländischen Greiz.
    foto: dpa/jan-peter kasper

    Auch in Deutschland fertigen nur noch ganz wenige Handwerksbetriebe Blaudrucke nach der ursprünglich aus Indien stammenden Textilveredelungstechnik. Im Bild Thomas Schwinkowski im vogtländischen Greiz.

Share if you care.