Wiens Bürgermeister Häupl will noch nicht abtreten

    Video21. März 2017, 12:45
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    Bürgermeister wird sich auf dem SPÖ-Landesparteitag der Wiederwahl stellen

    derstandard.at

    Wien – Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hat am Dienstag erneut bekräftigt, sich beim Landesparteitag am 29. April der Wiederwahl zu stellen. "Das sage ich seit Monaten, das ist jetzt keine Überraschung", sagte Häupl am Rande einer Veranstaltung zur Eröffnung der Wiener Schanigartensaison. Auf die Frage, ob er diese auch im kommenden Jahr wieder eröffnen werde, sagte Häupl: "Ich gehe davon aus."

    Häupl nahm dennoch zur Nachfolgedebatte Stellung. Auf die Frage, ob er schon wisse, wer sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin werde, sagte er: "In etwa schon."

    Schon am Montagabend hatte Häupl bei einer Veranstaltung, an der auch Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) teilgenommen hatte, bekräftigt, dass er – entgegen anderslautenden Empfehlungen – nicht daran denke, seinen Sessel zu räumen, sagte er laut Ö1-"Morgenjournal".

    Klubklausur in Wien

    Am Donnerstag und Freitag findet in Wien eine Klubklausur statt, bei der eine letzte Debatte über die Parteiführung stattfinden soll. Nach den angekündigten Abtritten der Langzeitlandeshauptleute Josef Pühringer (Oberösterreich) und Erwin Pröll (Niederösterreich, beide ÖVP) wurde auch über eine Nachfolgeregelung für den seit 1994 amtierenden Wiener Bürgermeister spekuliert.

    Keine weiteren personellen Änderungen

    Innerhalb der Wiener SPÖ tobt seit längerer Zeit ein Richtungsstreit. Zuletzt stieß Bundesparteisekretär Georg Niedermühlbichler eine Diskussion über die Führung an, als er davor warnte, sich mit Bürgermeister Häupl anzulegen. Personelle Änderungen innerhalb der Wiener Stadtregierung werde es vorerst keine weiteren geben. "Das ist fürs Erste abgeschlossen", sagte Häupl. Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass Häupl bis zum Landesparteitag noch Änderungen vornehmen könnte.

    Zu einer möglichen Vorverlegung der Nationalratswahl sagte Häupl: "Ich beteilige mich nicht an Spekulationen." Eine schlagkräftige Wiener Truppe sei für den Wahlkampf aber essenziell. Kanzler Kern würde sich zu Recht erwarten, dass "Wien einen ordentlichen Beitrag" leiste. (krud, Video: burg, 21.3.2017)

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