Werbe-KV: Abschluss für 2017 – Ab 2018 soll gänzlich neuer KV gelten

20. März 2017, 18:41
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Mindestlöhne steigen rückwirkend per 1. März um 1,33 Prozent – Dazu ein Tag Freizeit – Verhandlungen für gänzlich neuen KV starten im April

Wien – Nach langen Verhandlungen, Betriebsversammlungen und einer Arbeitnehmerdemo gibt es nun eine Einigung im Werbe-KV 2017. Dieser gilt zwar nur in Wien, aber immerhin für 14.000 Mitarbeiter. Es gibt rückwirkend per 1. März eine Erhöhung der Mindestgrundgehälter von 1,33 Prozent. Dazu erhalten alle einen Tag Zeitausgleich, teilten Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter am Montagabend mit.

Die Arbeitnehmer bestanden eigentlich auf einer Gehaltserhöhung rückwirkend per 1. Jänner. Die Arbeitgeber wollten zuletzt eine Erhöhung erst per April (und acht Stunden Zeitguthaben) gewähren. Anfangs wollten die Arbeitgeber 2017 am liebsten auslassen und gleich einen neuen KV für die Branche verhandeln. Beide Seiten sind sich einig, dass der gültige KV veraltert ist.

So haben sie sich nun auch darauf verständigt, dass die Verhandlungen zum neuen KV in der Werbebranche, der womöglich in weiterer Folge auch österreichweit Gültigkeit erlangen könnte, Mitte April starten. Ziel ist es, wie GPA-djp und Wirtschaftskammer Wien mitteilten, dass der neue Kollektivvertrag in Wien mit 1. Jänner 2018 in Kraft tritt.

"Mit dem neuen Kollektivvertrag können wir weiter an Lösungen für die Branche und der Modernisierung der Standesvertretung arbeiten", hieß es vom Arbeitgeber-Verhandlungsteam Stephan Gustav Götz und Konrad Maric in einer Aussendung zum Verhandlungsergebnis.

"Die Arbeit an einem Kollektivvertrag neu nimmt beide Seiten der Sozialpartnerschaft in eine große Verantwortung", so Judith Reitstätter, Wirtschaftsbereichssekretärin der GPA-djp. "Aktuelle Entwicklungen stellen die Arbeitnehmer der Branche vor neue Herausforderungen. Mit der heutigen Einigung ist es gelungen, die ersten Schritte gemeinsam zu gehen."

In der Branche sind laut GPA-djp österreichweit rund 23.000 Menschen beschäftigt. Davon fallen aber nur die 14.000 Betroffenen in Wien unter den KV. (APA, 20.3.2017)

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