Android O soll das Benachrichtigungsystem verbessern

20. März 2017, 13:38
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Aktueller Bericht spricht auch von Bild-im-Bild-Modus und zahlreichen Verbesserungen für Business-User

In der großen Weite des Android-Universum findet die aktuellste Version von Googles Betriebssystems bisher nur wenig Verbreitung. Gerade einmal 2,8 Prozent sämtlicher Android-Geräte laufen laut den offiziellen Zahlen derzeit mit Android 7.x "Nougat". Die Nachlässigkeit der Dritthersteller in Update-Fragen hält Google allerdings nicht davon ab, weiter eifrig an neuen Softwaregenerationen zu arbeiten.

Relevanz

Bereits in den kommenden Wochen könnte es die erste Vorversion für Android O geben, bei 9to5Google will man nun einige der Dinge, an denen Google gerade arbeitet, in Erfahrung gebracht haben. So soll es etwa eine erneute Überarbeitung des Benachrichtigungssystems geben. Worum es sich dabei im Detail handelt, wollte die Quelle den Bloggern noch nicht verraten. Allerdings waren bereits im Vorjahr Gerüchte kursiert, denen zufolge Google die Synchronisierung der Benachrichtigungen zwischen mehreren Geräten verbessern will. Zudem soll auch die Reihung künftig automatisch nach Relevanz erfolgen.

Dynamische Icons

Als weitere Verbesserung wird die Unterstützung von dynamischen Icons genannt, um etwa die Anzahl ungelesener Nachrichten bei einem Mail-Client anzeigen zu können. Solche Features bieten schon diverse Dritt-Launcher, eine OS-weite Unterstützung könnte würde nun aber eine Standard-Lösung für alle liefern. Ebenfalls neu hinzukommen soll ein Bild-in-Bild-Modus, dieser ist im offiziellen Android bisher Android-TV-Geräten vorbehalten.

Vermischtes

Bereits vor kurzem war zu hören, dass Android O einige smarte Features erhalten wird. Dazu gehört ein automatisiertes Copy & Paste, das relevante Informationen im passenden Kontext anbieten soll. Wie das genau ablaufen soll, ist allerdings noch nicht klar. Einen weiteren Fokus von Android O sollen Verbesserungen für Unternehmenskunden darstellen, hier soll es "unzählige" Neuerungen geben, Details dazu gibt es aber ebenfalls noch nicht.

Storage

Jenseits des aktuellen Berichts, hat Google schon vor einigen Monaten indirekt ein weiteres Feature für Android O angekündigt: Den Wechsel auf sdcardfs, um auf lokale Datenträger zuzugreifen. Die ursprünglich von Samsung entwickelte Lösung verspricht eine deutlich gesteigerte Storage-Performance, da der Overhead vom bisher genutzten FUSE entfällt. Auch die weitere Einschränkung von Hintergrundservices, ist zu erwarten. Mit Android 7.x hatte Google erste Schritte in diese Richtung gesetzt, Ziel ist es den Akkuverbrauch zu reduzieren.

Angesichts der üblichen Zeitabläufe ist die offizielle Vorstellung von Android O spätestens für die Google I/O Mitte Mai zu erwarten. Die fertige Version wird es dann wohl im Herbst geben – zumindest für Googles eigene Geräte. (Andreas Proschofsky, 20.3.2017)

  • Schon bald soll eine neue Generation von Android enthüllt werden.
    foto: andreas proschofsky / standard

    Schon bald soll eine neue Generation von Android enthüllt werden.

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